Ruhige Ermittlungen

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sarahwho Avatar

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Margaret hat fast ihr ganzes Leben in ihrem kleinen Dorf verbracht. Sie kennt jede Straße, bis dies nicht mehr so ist. Zunehmend fällt es ihr schwer sich an bestimmte Dinge und Wege zu erinnern und dann wird auch noch ihre Nachbarin ermordet. Margaret beschließt, zusammen mit ihrem Enkel James den Dingen selbst auf den Grund zu gehen.

Die Thematik Alzheimer nimmt einen großen Teil der Geschichte ein. Hier wird sehr detailliert beschrieben, wie es sich für die betroffene Person anfühlt, aber auch wie die Familie damit umzugehen versucht. Gut gefallen hat mir die Beziehung zwischen James und Margaret, insbesondere wie er seine Großmutter immer wieder aufbaut, während sie zunehmend mit ihren
Erinnerungen kämpft.

Der Schreibstil ist sehr schlicht gehalten. Vielleicht kam auch dadurch nicht ganz die erhoffte Spannung bei den Ermittlungen auf. Außerdem fehlt mir hier auch der für britische Cozy Crime so typische Humor. Meine Erwartungen waren zugegeben sehr hoch, ich hatte mir eine Miss Marple mit spitzer Zunge vorgestellt. Die Ermittlungen von Margaret kamen doch viel ruhiger daher.

Das Ende hat mir gut gefallen, hier treten noch einige Überraschungen aus der Vergangenheit auf. Insgesamt ein ruhiger Krimi für verregnete Nachmittage.