Wenn Erinnerungen trügen – warmherziger Krimi

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Dieses Buch hat mich gleich angesprochen – schon das Setting klang nach genau meiner Lektüre: ein kleines englisches Dorf, schrullige Figuren, eine Prise Krimi und ganz viel Herz.

Beschreibung des Buches:
„Der Tag, an dem Barbara starb“ von Richard Hooton ist im dtv Verlag 2025 als Taschenbuch mit 382 Seiten erschienen.

Das Buch hat als Hintergrundfarbe ein angenehmes Rosa. Auf dem Titelbild ist eine Frau mit rotem Schal und einer Tasche im Flaggenstil und –farbe Englands gemalt. Die Frau als auch eine dörfliche Straße mit kleinen Häusern sind in einem dunklen Blau skizziert.

Kurze Zusammenfassung:
In einem kleinen nordenglischen Dorf wird Barbara, die Nachbarin und Freundin der 89-jährigen Margaret, tot in ihrem Haus aufgefunden. Schnell ist klar: Irgendetwas stimmt hier nicht. Gemeinsam mit ihrem 15-jährigen Enkel James will Margaret herausfinden, was wirklich passiert ist. Heimlich natürlich, denn im Laufe der Geschichte möchte Margarets Tochter sie aufgrund ihrer immer schlimmer werdenden Gedächtnisschwäche am liebsten in einem Heim unterbringen.

Mein Leseeindruck:
Margaret war mir sofort sympathisch. Sie ist neugierig, leicht vergesslich und sie spricht den ganzen Tag mit ihrem verstorbenen Mann Albert.

Ihre Gedächtnislücken machen sie menschlich, manchmal traurig, aber immer liebenswert. Und wie sie die Zeit mit ihrem Enkel verbringt – das war einfach schön zu lesen.

Zwischen Dorfalltag, Geheimnissen und Erinnerungen entfaltet sich eine Geschichte, die mehr ist als nur ein Krimi. Es geht um Familie, Vertrauen, das Altern – und darum, wie wichtig es ist, sich selbst treu zu bleiben.

Der Fall nimmt erst gegen Ende richtig Fahrt auf, doch das passt zum Ton des Buches. Der Autor streut kleine Hinweise, lässt uns miträtseln und führt alles zu einem überraschenden, aber runden Ende.

Ein Buch für alle, die ruhige, warmherzige Geschichten mit Spannung und Tiefgang mögen. Ein bisschen Miss Marple, ein bisschen Familiengeschichte, ganz viel Gefühl.

Ich habe Margaret und James wirklich ins Herz geschlossen – und das Buch mit einem angenehmen Gefühl beendet.

Mein Leseeindruck:
Warmherzig, klug, mit feinem Humor – ein Buch, das man am liebsten mit einer Tasse Tee liest und das einem noch lange nachhallt.