Experimentell

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anne_kaffeekanne Avatar

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Der Literaturwissenschaftler Vincent erhält die mysteriöse Nachricht, dass ein bisher verschollenes Buch seines Lieblingsautors Laurence Stern aufgetaucht sei. Während er versucht Geld aufzutreiben, um dieses Buch dem mysteriösen Finder abzukaufen, erzählt er von seiner Kindheit in einer literatur- und sprachverrückten Familie.
Die Sprachspielereien des Erzählers werden vom Autor auf die Spitze getrieben. Er hat eine Vorliebe für Schachtelsätze, wenig gebräuchliche Wörter, Wortneuschöpfungen und sprachliche Bilder, die auf gar keinen Fall gewöhnlich sein dürfen.
Der Autor weist teilweise selbst darauf hin, dass Erzähler unzuverlässig sind und Dinge unlogisch. Er spielt bewusst mit sprachlichen Bildern und Klischees. Das muss man mögen. Ich persönlich fand das ganz nett, wenn auch teilweise etwas anstrengend und gewollt.
Spaß bei der Lektüre hatte ich aber auf jeden Fall, gerade wenn absurde Alltagsmomente beschrieben werden oder man zwischen den überbordenden Formulierungen schöne Bilder findet.
Man sollte aber auf jeden Fall vor dem Kauf in das Buch hereinlesen, ob einem der Stil zusagt.