schön und cozy, aber auch etwas verworren

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liz 2910 Avatar

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Glaubte man der Familiengeschichte, so würde im Honeysuckle House in vier Tagen jemand, der den Caldwell-Hexen wichtig war zu Tode kommen.
Seite 15

Während Evie Caldwell ihre Magie im Honeysuckle House hegt und pflegt und ihre Tochter Clara das Kerzenziehen lehrt, hat sich ihre Schwester Florence von der Magie abgewendet. Ein dunkler Fluch liegt über den Schwester und dieser Flucht fordert alle dreizehn Jahren einen geliebten Menschen. Auch jetzt naht Florence Geburtstag, der Tag an dem schon so viele starben und beide Schwestern suchen einen Weg, um das Schlimmste zu verhindern.

„Alles ist in bester Ordnung. Das Haus ist bloß ein bisschen frecher als sonst.“
Seite 37

Cover und Titel sind einfach so cool, ich konnte nicht an diesem Buch vorbeigehen :D Ich mag Bücher über Hexen schon wirklich gern – allerdings war es mir hier etwas viel mit Tarotkarten und Kerzenziehenkrams.

Die Figuren mochte ich gerne, Florence und Evie sind sehr unterschiedlich, wollen aber eigentlich das gleiche. Doch nicht nur sie kommen in dieser Geschichte zu Wort, sondern auch zwei ihrer Urahninnen. Grundsätzlich hätte ich mir bei den Figuren aber etwas mehr Form und Farbe gewünscht, sie lieben ein bisschen schwierig zugänglich, bis auf Owen, den Imker und Clara, Evies Tochter.

Was mir sehr geholfen hätte, wäre ein Stammbaum gewesen =D Ich bin immer wieder durcheinandergekommen, welches Schwesternpaar jetzt gerade an der Reihe ist mit Erzählen. Grundsätzlich mochte ich gerade den Spannungsaufbau schon gerne, gerade auch mit dem historischen Kontext – allerdings hab ich die Auflösung teilweise einfach nicht verstanden. Und das hat mir das Buch ein bisschen kaputt gemacht.

Die Stimmung fand ich trotz des drohenden Fluches richtig schön, auch die Gemeinschaft unter den Schwestern unter den Schwestern mag ich sehr sehr gerne und die trägt super zur coziness bei, ebenso wie die Settings. Ein Buchladen und ein Haus mit Eigenleben – liebs! Es gab einfach immer wieder total schöne Momente, aber ich hätte mir für die Handlung einfach mehr Klarheit gewünscht. Die Rückblicke springen in der Zeitlinie, was das Verständnis auch nicht leichter macht und ich hab so gegen Mitte des Buches einfach etwas den Halt verloren.

„Passiert immer irgendwas Gefährliches, wenn du Karten legst?“
Seite 60

Ein liebevoll gestaltetes Buch mit viel Coziness, einem wunderschönen Setting, dass für mich persönlich mehr Klarheit in der Handlung hätte haben dürfen und ein bisschen mehr Struktur in den Dramen.

„Das Zimmer sieht gar nicht aus, wie ich es in Erinnerung habe.“
„Das liegt daran, dass da ein Loch in der Wand ist.“
Seite 256