Billy und Bo

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lesefunken Avatar

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Dieses Buch spielt im historischen London und allein besaß für mich schon große Anziehungskraft- ganz zu schweigen von der beeindruckend schönen Aufmachung des Buchs. Der erste Eindruck war also bereits sehr positiv, als ich dieses Buch in die Hände nahm. Es wirkt gar nicht mal so dick, aber beinhaltet eine Geschichte mit einer Magie, die mich enorm fesselte und zum Ende hin, das gebe ich gern zu, auch zu Tränen gerührt hatte.
Bo ist eine junge Mudlarkerin, oder Schlammschwalbe, wie sie es nennt und findet im Schlick der Themse eine seltsame Münze. An diesem Tag spricht der Fluss zum ersten Mal mit ihr. Und an diesem Tag beginnt ein Abenteuer, wie sie es so nicht erwartet hatte.
Die Darstellung und die Atmosphäre des historischen Londons sind ungeheuer schön. Die Geschichte aber ist geprägt von Legenden und Geheimnissen. Rasch verliert man sich in der darin. Rasch identifiziert man sich mit den Personen und fühlt mit ihnen mit. Der Verlust ist ein zentrales Thema im Buch, dargestellt z.B. durch die Jungen, die in den Krieg ziehen müssen. Dadurch besitzt das Buch auch etwas zutiefst berührendes und melancholisches. Die eigentliche Geschichte aber handelt von Billy, einem Jungen, den Bo am Fluss trifft und ihr selbst. Wie diese sich aber entwickelt, müsst ihr selbst herausfinden.

Das Buch wird für Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Mit dieser Angabe gehe ich mit. Dieses Buch fasziniert aber auch ältere Leser. Und zu diesen zähle ich auch mich.