Voller Magie und Inspiration!

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lysell Avatar

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Dieses Buch ist durch und durch magisch und nimmt uns mit in längst vergangene Zeiten an den Ufern der Themse.
Das Buchcover gibt den Blick frei auf eine Szenerie mit Tiefenwirkung: im Vordergrund, von hinten beleuchtet zwei Personen, ein Junge - stehend und mit Stock in der Hand legt seinen Finger auf die Schulter eines Mädchens, das im Schlamm kauernd, eine funkelnde Münze in ihrer Hand betrachtet und in Gedanken versunken scheint. Hinter den beiden liegt der sonnendurchflutete Fluss, die Themse und dahinter die unverkennbare Skyline von London.
Der Autorin gelingt es, den Leser von Anfang an in die Geschichte hineinzuziehen, mit den Hauptpersonen hautnah mitzufiebern und auch in ihre Gefühlswelt einzutauchen, Trauer, Freude, Begeisterung, Verwirrung - alles inklusive. Der Fluss trennt und verbindet. Soziale Ungleichheit im London des angehenden 20. Jahrhunderts, hier die einfachen Leute, die ihren Lebensunterhalt hart verdienen müssen und die Geschichten des Flusses von Generation zu Generation weitergeben. Dort die Reichen, die dennoch vereinsamt und unglücklich dahinleben.
Dabei bleibt die Geschichte einfach erzählt und kommt mit vergleichsweise wenigen Charakteren aus, so dass man gut folgen kann. Der Leser wird nicht mit unnötigen historischen Details und Jahreszahlen überfrachtet, wie wohltuend.
Gesprochene Dialoge wechseln ab mit Beschreibungen der Gedankenwelt der zwölfjährigen Bo und dem, was um sie herum passiert. Ein anspruchsvolles Jugendbuch, das zum Nachdenken einlädt und die Welt der Fantasie ganz selbstverständlich integriert.
Das Geheimnis der magischen Münzen wird langsam, von Kapitel zu Kapitel enthüllt, wie eine Zwiebel Schicht für Schicht freigelegt. Das baut Spannung auf, die bis zuletzt bleibt. Des Rätsels Lösung liegt erst ganz am Ende vor uns. Und der Fluss und sein Lied spielt dabei eine zentrale Rolle.