Niccoló Macchiavelli macht die Lektüre zu etwas Besonderem

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Dieser Roman hat in der deutschen Übersetzung den Titel "Die letzte Borgia", was für mich schon leider etwas zu viel über das Ende aussagt. "In the name of the family" klingt für mich stimmiger.
Nach "Der Palast der Borgia", den ich auch gelesen habe, ist dies der zweite abschließende Band.

Alexander ist als Papst auf der Höhe seiner Macht und auch sein Sohn Cesare wird als Chef der päpstlichen Truppen mit jedem Tag immer mächtiger. Er erobert Stadtstaat für Stadtstaat und räumt mit seinen Feinden auf.
Währenddessen zieht Lucrezia Borgia durch halb Italien, auf dem Weg zu ihrer Hochzeit mit Alfonso d'Este nach Ferrara, und begeistert alle mit ihrem Charme und ihren Lebensmut.
Sie wollen den Namen Borgia für immer mit den Geschicken Italiens verbinden.

Was mir an diesem Roman gefallen hat, ist diese Authentizität der Figuren und Schauplätze, und auch der Schreibstil von Dunant.
Man taucht für eine Weile in eine ganz andere Welt ein und vergisst dann alles um sich herum, sehr angenehm.
Man merkt direkt die Lebenskraft und den Tatendrang der Borgia.
"Die letzte Borgia" ist aber vom Stil her ein klassischer historischer Roman. Er handelt von Intrigen, Sex, Macht, Krieg usw.

Besonders ins Auge gesprungen ist mir die Figur des Niccoló Macchiavelli, der als weitgehend objektiver und analysierender Beobachter des Geschehens dient und so die Erzählung voranbringt. Ein echter Gewinn für diesen Roman.
Mich beeindruckten zudem die vielen Details in der Erzählung.
Wie ich eingangs erwähnte, gefielen mir besonders die authentischen Charaktere, die mich eigentlich immer mit ihnen mitfühlen ließen.
So habe ich es auch bedauert, als der Roman gelesen war. Ruhigen Gewissens kann ich diesen Roman zur Lektüre empfehlen.