warmherzige Zeitreise
Der Ausschnitt wirkt wie der Beginn eines warmherzig-melancholischen Zeitreise- oder Zwischenwelt-Romans, der Liebe, Erinnerung und Tod miteinander verknüpft.
Sprachlich schreibt Haig sehr bildlich und atmosphärisch: Venedig wird mit Farben, Licht und Details (Terrakotta, Rosa, Honiglicht, der „byzantinische Fiebertraum“ des Dogenpalasts) fast sinnlich beschrieben. Gleichzeitig sind die Dialoge schlicht, alltagsnah und sehr präzise, das macht die Figuren schnell vertraut. Man spürt die Leichtigkeit der jungen Flitterwochen, aber auch schon früh ein leises Unheil (der Doppelgänger, das Flüstern, der Zug).
Inhaltlich geht es um Wilbur und Maggie: erst jung verliebt in den 1970ern in Venedig, dann 52 Jahre später, Wilbur alt, allein, beim Klavierüben, als Maggie plötzlich anruft. Man merkt, dass ihre Liebe groß war, aber ihre Ehe zerbrochen ist, und dass beide viel Schmerz und unverarbeitete Vergangenheit mit sich tragen. Der Briefausschnitt von Maggie ist sehr emotional, verletzlich und reflektiert: sie liebt ihn noch, muss ihn aber verlassen, um selbst zu überleben.
Mein Eindruck: ein berührender, leicht lesbarer, aber emotional dichter Romananfang, der mit starken Bildern, einem Hauch Magie und viel Gefühl für Zeit, Erinnerung und verpasste Chancen arbeitet.
Sprachlich schreibt Haig sehr bildlich und atmosphärisch: Venedig wird mit Farben, Licht und Details (Terrakotta, Rosa, Honiglicht, der „byzantinische Fiebertraum“ des Dogenpalasts) fast sinnlich beschrieben. Gleichzeitig sind die Dialoge schlicht, alltagsnah und sehr präzise, das macht die Figuren schnell vertraut. Man spürt die Leichtigkeit der jungen Flitterwochen, aber auch schon früh ein leises Unheil (der Doppelgänger, das Flüstern, der Zug).
Inhaltlich geht es um Wilbur und Maggie: erst jung verliebt in den 1970ern in Venedig, dann 52 Jahre später, Wilbur alt, allein, beim Klavierüben, als Maggie plötzlich anruft. Man merkt, dass ihre Liebe groß war, aber ihre Ehe zerbrochen ist, und dass beide viel Schmerz und unverarbeitete Vergangenheit mit sich tragen. Der Briefausschnitt von Maggie ist sehr emotional, verletzlich und reflektiert: sie liebt ihn noch, muss ihn aber verlassen, um selbst zu überleben.
Mein Eindruck: ein berührender, leicht lesbarer, aber emotional dichter Romananfang, der mit starken Bildern, einem Hauch Magie und viel Gefühl für Zeit, Erinnerung und verpasste Chancen arbeitet.