Was hat Matt Haig nur an sich, dass seine Bücher so einen Hype auslösen? Ich würde es gerne herausfinden!

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minjo Avatar

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Ein Zug, der einen vom Lebensende an rückwärts durchs Leben fährt und einem die wesentlichen Stationen noch einmal vor Augen führt? Nichts komplett neues, aber es kommt ja darauf an, was man daraus macht...

Bisher habe ich mich dem Hype um Matt Haig erfolgreich entzogen, zu oft war ich schon enttäuscht worden von "gehypten" Büchern, deren Beliebtheit ich nach der Lektüre nicht nachvollziehen konnte. Mit der Idee der Mitternachtsbibliothek konnte ich nicht viel anfangen, aber ein Zug durch sein eigenes Leben? Ja, das kann ich mir durchaus vorstellen.

Die Leseprobe hat mich dann (für mich) überraschenderweise wirklich abgeholt und neugierig gemacht, was da noch kommt. Matt Haig hat einen ganz eigenen Schreibstil und man muss schon etwas konzentriert bleiben, um alle Facetten mitzubekommen und seine Schlüsse daraus zu ziehen. Er schafft es, eine besondere Atmosphäre zu erschaffen, der man sich nur schwer entziehen kann.
Beim lesen erfüllte mich eine sanfte Wehmut, vielleicht auch deshalb, weil mein Vater gerade im gleichen Alter wie Wilbur ist und sich sehr mit seinen Erinnerungen an wesentliche Lebensstationen befasst.

Ich würde es gerne wagen und das Geheimnis von Matt Haig und seinem Mitternachtszug ergründen. Ja, ich steige mit ein in den Zug und möchte Wilbur begleiten auf der Reise durch sein Leben, Maggie und Agnes begegnen und verstehen, welche Weichen aus welchem Grund gestellt wurden und (vielleicht) in eine falsche Richtung führten.

Kurzum: auf diese Zugreise bin ich wirklich sehr neugierig und würde mich sehr über ein Rezensionsexemplar freuen!