Wenn die Reue auf Hoffnung trifft

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laurita137 Avatar

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Matt Haig scheint mit seinem neuen Roman erneut einen Nerv zu treffen. Schon die Grundidee, ein mysteriöser Zug als Limbus zwischen Leben und Tod, verspricht die gewohnte Mischung aus Melancholie und magischem Realismus.

Der Stil ist gewohnt einfühlsam und flüssig. Besonders Wilbur greift einen sofort ans Herz. Er verkörpert die universelle Angst, am Ende des Weges allein zurückzublicken. Dass seine Mentorin Agnes ihn auf dieser Reise begleitet, gibt der Geschichte eine wunderbare emotionale Verankerung.

Die Leseprobe baut eine sanfte, aber stetige Spannung auf. Man möchte wissen: Welches Ereignis hat Wilbur am meisten geprägt? Und gibt es in diesem „Zeitraffer“ die Chance auf Versöhnung mit sich selbst?

Ich erwarte eine hochemotionale Geschichte, die mich dazu bringt, über meine eigenen Prioritäten nachzudenken. Ich möchte unbedingt erfahren, ob Wilbur am Ende des Zuges Frieden findet und was wir alle daraus für unser Hier und Jetzt lernen können.