Zwischen Vergangenheit, Reue und einer zweiten Chance?

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julicorn Avatar

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Schon nach den ersten Seiten hat mich die Geschichte total abgeholt. Ich mochte bereits *Die Mitternachtsbibliothek* sehr, über das ich mich auch Monate später noch mit Freunden austausche – und genau dieses besondere, nachdenkliche Gefühl finde ich hier direkt wieder.

Der Einstieg ist ruhig, fast schon nostalgisch, und gleichzeitig schwingt von Anfang an etwas Unheimliches mit. Die Flitterwochen-Szene wirkt zunächst wunderschön und idyllisch, bekommt aber durch kleine Details eine ganz andere Tiefe – vor allem der Moment mit dem Doppelgänger bleibt im Kopf.

Besonders spannend fand ich dann den Zeitsprung: Plötzlich ist Wilbur alt, blickt auf sein Leben zurück und wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert – vor allem mit Maggie. Diese Mischung aus verpassten Chancen, Erinnerungen und unausgesprochenen Gefühlen hat mich direkt berührt.

Und dann diese Idee mit dem „Mitternachtszug“ – ein Bahnhof nach dem Tod, eine Fahrkarte ins Ungewisse… das ist so typisch Matt Haig: ein bisschen surreal, aber gleichzeitig unglaublich bedeutungsvoll.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr angenehm, ruhig und gleichzeitig tiefgründig. Man fliegt durch die Seiten, obwohl die Themen eigentlich schwer sind.

Ich bin unglaublich gespannt, wohin diese Reise geht – ob es um Reue, zweite Chancen oder vielleicht sogar darum geht, sein Leben nochmal neu zu betrachten. Für mich fühlt es sich jetzt schon nach einer Geschichte an, die noch lange nachwirkt. ✨📚