Die Leseprobe verspricht einen packenden psychologischen Thriller mit mehreren geschickt verwobenen Erzählsträngen

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Die Geschichte startet mit großer Spannung – ein Kind in völliger Dunkelheit, desorientiert und verängstigt – und baut sofort Unwohlsein auf. Parallel dazu entwickelt sich eine scheinbar alltägliche Begegnung am See, die jedoch durch subtile Details verstörendes Potenzial offenbart. Die Heldin Smilla wirkt authentisch und sympathisch, ihre Rettungstat am See ist eindringlich geschrieben.

Die wechselnden Perspektiven ermöglichen Einblicke, die der Leser voneinander trennen muss. Besonders wirksam ist das merkwürdige Verhalten von Lous, der Mutter – ihre unverhältnismäßige Aggressivität nach der Rettung ihres Sohnes wirkt verdächtig. Der Kontrast zwischen Quentins übertriebener Höflichkeit und seiner versteckten Intensität deutet auf psychologische Spiele hin.

Der Aufbau ist clever und die Atmosphäre durchgehend angespannt. Die Frage, ob hinter der scheinbar heilen Nachbarsfassade dunkle Geheimnisse lauern, wird gekonnt aufgebaut. Ein vielversprechender Start für einen Thriller, der Leser suchen dürfte, die es „psychologisch verstörendes" mögen.