Nicht ertrinken!

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wolfram Avatar

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Offenbar kommt kein Thriller mit einem rätselhaften, bruchstückhaften Prolog aus. Oft sind das ja extrem spannende oder brutale Aufhänger, gefolgt von einem ruhigen, längeren Anfang.
Und irgendwann, wenn der Leser die ersten Seiten schon fast wieder vergessen hat, wird die Prolog-Szene noch mal ausführlich erzählt.

Irgendwie hat sich dieser Bauplan etwas abgenutzt und fällt auch bei diesem Roman eher auf, als dass er einen in die Geschichte zieht. Zumal es nur 1,5 Seiten sind.

Dafür ist das zweite Kapitel umso belohnender. Die müde Smilla, die sich wohl halbkrank durch den Schwarzwald schleppt und plötzlich funktionieren muss und den ertrinkenden Jungen rettet.

...aber wozu sind viele Kapitel gerade mal so eine Seite lang? Plus zwei Zeilen auf der nächsten?
So Generation TikTok sind wir nun auch noch nicht.

Legt man diese kleinen Ärgernisse beiseite, ist "Die Nachbarin" gut geschrieben, erzeugt spannende Bilder im Kopf und funktioniert als Page-Turner ganz hervorragend.

Das Cover gefällt mir nicht sehr, der grellgelbe Rahmen passt zum tiefen, gesättigten Blau des Titelbildes nicht.
Es ist recht unbeholfen zusammengezimmert. Zwei Häuser, dahinter ein See. Aber an den Dachrinnen schimmert ein heller Hintergrund durch, als wäre keine Zeit gewesen, die Photoshop-Arbeit zu Ende zu bringen.