Rätselhaft, beklemmend und voller Fragezeichen

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nicawa Avatar

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Schon der Einstieg hat mich sofort gepackt. Das erste Kapitel erzeugt eine beklemmende Atmosphäre und wirft direkt Fragen auf, bevor die Geschichte mit Smilla eine völlig neue Richtung einschlägt. Besonders die Szene am See war unglaublich intensiv geschrieben. Ich konnte die Kälte des Wassers und Smillas Verzweiflung beim Versuch, den Jungen zu retten, förmlich spüren.

Der Schreibstil liest sich flüssig und baut die Spannung ganz ohne übertriebene Effekte auf. Statt Antworten gibt die Leseprobe immer neue Rätsel auf. Warum ist Smilla plötzlich so überzeugt, dass der gerettete Junge ihr Sohn ist, obwohl das unmöglich sein kann? Weshalb reagiert die Mutter so abweisend, während der Vater beinahe überschwänglich dankbar ist? Und warum wirkt das Nachbarpaar so widersprüchlich? Genau diese vielen Ungereimtheiten haben mich neugierig gemacht.

Auch die kurzen Perspektivwechsel sorgen dafür, dass sich das Bild immer weiter verdichtet, ohne zu viel zu verraten. Man spürt von Anfang an, dass hinter allen Figuren mehr steckt, als sie preisgeben. Ich erwarte einen psychologischen Thriller voller überraschender Wendungen, bei dem man niemandem trauen kann. Nach dieser Leseprobe möchte ich unbedingt erfahren, welches Geheimnis Smilla mit dem Jungen verbindet und wer hier tatsächlich die Wahrheit sagt.