Der Junge im Eis
Ein Junge, der ins Eis einbricht. Eine Nachbarin, die ihn beherzt rettet. Und eine Mutter, die alles runterspielt. Was ist passiert in „Die Nachbarin“?
Moritz fällt beim Spielen in den vereisten See. Es ist die neue Nachbarin Smilla, die ihn rettet. Doch warum spielt Mutter Lou alles runter? Vater Quentin ist übermäßig dankbar, doch seine Frau verhält sich merkwürdig. Und warum wird Smilla das Gefühl nicht los, Moritz könnte ihr Sohn sein? Immerhin war sie nie schwanger? Auch Smillas Mann Jonas hat so manches Geheimnis…
Nova Winters Thriller begann für mich mysteriös und spannend. Viele Fragen tauchten in meinen Kopf auf und wollten Antworten. Dazu passt Winters Schreibstil: alltagsnah und energiegeladen zugleich, in Bewegung und dennoch routiniert, rasch und trotzdem räumlich eng begrenzt. Dieser Schreibstil voller sprachlicher Mittel lebt vom eingegrenzten Handlungsfeld und brisanten Ereignissen gleichermaßen, was den Thriller für mich gut lesbar macht.
Auch Protagonistin Smilla bereichert den Thriller aus meiner Sicht. Sie ist geheimnisvoll (lange ist unklar welche Krankheit sie hatte) und wissbegierig, womit sie meine offenen Fragen quasi ins Buch bringt. Sei es die Möglichkeit des Kindes ohne Schwangerschaft oder das Verhalten beider Nachbarn- Smilla macht sich Gedanken und Überlegungen, die zu 100% meinen offenen Fragen entsprechen, Genau das macht den Thriller lesenswert- das eine Protagonistin quasi die Fragen der Leser debattiert. Neben der dominanten Grüblerin Smilla gehen die übrigen Charaktere eher blass unter, aber das ist für mich okay, da die wichtigen Fragen angesprochen werden.
Was mich allerdings stört ist die Masse an Handlungen, die ab der zweiten Hälfte des Buches stattfinden. Mehr als einmal war ich verwirrt und hatte Fragezeichen im Gesicht. Wie funktioniert zum Beispiel Befruchtung während Koma? Warum erzählt Jonas seine Version erst jetzt? Und was wussten die Nachbarn schon von Beginn an? So viele neue Fragen, die für Verwirrung sorgen und mit der ursprünglichen Geschichte wenig gemein haben. Schade, dass der Thriller zum Ende „zu viel“ möchte und dem Anspruch nicht komplett gerecht wird. So vergebe ich vier Sterne für den Schreibstil, die Idee und Protagonistin Smilla. Über einen weiteren Thriller der Autorin, vielleicht mit weniger Handlung, würde ich mich sehr freuen.
Moritz fällt beim Spielen in den vereisten See. Es ist die neue Nachbarin Smilla, die ihn rettet. Doch warum spielt Mutter Lou alles runter? Vater Quentin ist übermäßig dankbar, doch seine Frau verhält sich merkwürdig. Und warum wird Smilla das Gefühl nicht los, Moritz könnte ihr Sohn sein? Immerhin war sie nie schwanger? Auch Smillas Mann Jonas hat so manches Geheimnis…
Nova Winters Thriller begann für mich mysteriös und spannend. Viele Fragen tauchten in meinen Kopf auf und wollten Antworten. Dazu passt Winters Schreibstil: alltagsnah und energiegeladen zugleich, in Bewegung und dennoch routiniert, rasch und trotzdem räumlich eng begrenzt. Dieser Schreibstil voller sprachlicher Mittel lebt vom eingegrenzten Handlungsfeld und brisanten Ereignissen gleichermaßen, was den Thriller für mich gut lesbar macht.
Auch Protagonistin Smilla bereichert den Thriller aus meiner Sicht. Sie ist geheimnisvoll (lange ist unklar welche Krankheit sie hatte) und wissbegierig, womit sie meine offenen Fragen quasi ins Buch bringt. Sei es die Möglichkeit des Kindes ohne Schwangerschaft oder das Verhalten beider Nachbarn- Smilla macht sich Gedanken und Überlegungen, die zu 100% meinen offenen Fragen entsprechen, Genau das macht den Thriller lesenswert- das eine Protagonistin quasi die Fragen der Leser debattiert. Neben der dominanten Grüblerin Smilla gehen die übrigen Charaktere eher blass unter, aber das ist für mich okay, da die wichtigen Fragen angesprochen werden.
Was mich allerdings stört ist die Masse an Handlungen, die ab der zweiten Hälfte des Buches stattfinden. Mehr als einmal war ich verwirrt und hatte Fragezeichen im Gesicht. Wie funktioniert zum Beispiel Befruchtung während Koma? Warum erzählt Jonas seine Version erst jetzt? Und was wussten die Nachbarn schon von Beginn an? So viele neue Fragen, die für Verwirrung sorgen und mit der ursprünglichen Geschichte wenig gemein haben. Schade, dass der Thriller zum Ende „zu viel“ möchte und dem Anspruch nicht komplett gerecht wird. So vergebe ich vier Sterne für den Schreibstil, die Idee und Protagonistin Smilla. Über einen weiteren Thriller der Autorin, vielleicht mit weniger Handlung, würde ich mich sehr freuen.