Irgendetwas stimmt hier nicht...

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mike nelson Avatar

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Irgendetwas stimmt hier nicht... Das ist die unterschwellige Stimmung, welche den gesamten Thriller durchzieht. Es ist schon eine nicht unerhebliche Herausforderung für Autoren und Autorinnen ein noch nie dagewesenes Thema für den geplanten Thriller zu finden. Und man kann diesbezüglich wohl einen regelrechten Überbietungswettbewerb feststellen. Auch Nova Winter hat mit "Die Nachbarin - Lass sie nicht in dein Haus" einen augefallenen Plot gewählt, der sich an der Grenze des Unwahrscheinlichen, aber gerade so noch Vor- und Nachvollziehbaren bewegt. Smilla und Jonas beziehen ihr neues Haus im idyllischen Schwarzwald. Beim Joggen im Wald rettet Smilla den fünfjährigen Sohn der neuen (aber bislang noch unbekannten) Nachbarin Lou aus einem See und ist schockiert - zum einen wegen der unangemessenen Reaktion der Mutter, zum anderen glaubt Smilla in dem geretteten Moritz ihren Sohn zu erkennen, owohl sie nie ein Kind zur Welt gebracht hat. In der Folge vertieft sich der Kontakt zu den Nachbarn, Smilla bekommt eine Anstellung im Hotel von Lous Ehemann Quentin. Vor sechs Jahren ist das erste Kind der Nachbarn - Gordon - spurlos verschwunden. Smillas Ehemann Jonas verhält sich immer seltsamer und es scheint eine Verbindung zu Quentin zu bestehen, die Smilla sich zunächst nicht erklären kann... Die Erzählperspektiven wechseln, wobei Smillas Perspektive den meisten Raum bekommt, was sie für die Leserschaft auch zur zentralen Identifikationsfigur macht. Wie bei jedem anständigen Thriller gibt es unerwartete Wendungen und unvorhergesehene 'Entdeckungen' und am Schluss eine Zuspitzung der Ereignisse und eine Erklärung des Ganzen aus einschneidenden Geschehnissen der Vergangenheit heraus. Nicht immer ist alles zu Hundertprozent schlüssig - gleichwohl insgesamt eine gute und zwischenzeitlich fesselnde Unterhaltung.