Ist alles wirklich so, wie es scheint – oder doch ganz anders?
Inhalt & Handlung:
Nach einer erfolgreichen Brustkrebsbehandlung möchte Smilla gemeinsam mit ihrem Mann Jonas im beschaulichen Schwarzwald einen Neuanfang wagen. Kurz nach ihrem Einzug ins neue Haus rettet sie einem kleinen Jungen das Leben, der in einem See zu ertrinken droht. Beim Anblick des Jungen durchfährt es Smilla wie ein Blitz: Sie kennt diesen Jungen, mehr noch sie, die nie ein Kind geboren hat, hat plötzlich das Gefühl, ihr eigenes Kind vor sich zu haben. Dazu kommt, dass die herbeieilende Mutter des Kindes abweisend und aggressiv auf Smilla reagiert, anstatt für die Rettung des Kindes dankbar zu sein. Tags darauf stellt sich heraus, dass besagte Familie die Nachbarn von Smilla und Jonas sind. Während Lou, so der Name der Frau, Smilla auch weiterhin mit Ablehnung begegnet, reagiert ihr mit übertrieben dankbar und freundlich. Er bietet Smilla, die gelernte Konditorin ist, eine Anstellung in der Pâtisserie seines Hotels an.
Doch nach und nach beschleicht Smilla das Gefühl, dass alle Personen in ihrer näheren Umgebung sie belügen. Selbst ihr Ehemann, auf den sie sich immer verlassen konnte, scheint Geheimnisse vor Ihr zu haben bzw. sie anzulügen. Zudem geschehen plötzlich seltsame Dinge, sodass Smilla bald nicht mehr weiß, was sie glauben soll, sodass sie langsam an der Klarheit ihres Verstandes zu zweifeln beginnt.
Schreibstil:
Nova Winter schafft es aus scheinbar harmlosen Alltagssituationen eine beklemmende, bedrohliche Situation heraufzubeschwören. Dabei verzichtet sie auf spektakuläre Action-Szenen, wie man sie sonst in so manchen Psycho-Thrillern findet, sie arbeitet alleine mit unterschwelliger Spannung, sodass eine wirklich beklemmende Atmosphäre entsteht. Die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten, wobei jedes Kapitel aus der Sicht der unterschiedlichen Figuren geschildert ist, was zusätzlich zur Verwirrung des Lesers beiträgt.
Charaktere:
Durch den häufigen Perspektivenwechsel in den einzelnen Kapiteln lernt man viel über das Seelenleben der einzelnen Personen, sodass man bis zu einem gewissen Grad deren Handlungsweisen verstehen kann. Im Zentrum der Betrachtung steht jedoch Smilla, deren heimeliges Zuhause nach und nach Risse bekommt, da sie durch verschiedene Begebenheiten verunsichert wird und nach und nach das Vertrauen zu all ihren Mitmenschen verliert, da jeder von ihnen ein Geheimnis zu hüten scheint.
Cover:
Das Coverbild zweier Häuser die in enger Distanz zueinander stehen, wirkt düster und ein wenig bedrohlich.
Meinung:
Das anfänglich recht idyllisch beschriebene Landleben, kippt relativ rasch in eine recht beklemmende Atmosphäre, die durch Misstrauen und Zweifel genährt wird. Was mir am Aufbau des Buches sehr gut gefällt, dass einen die Autorin lange Zeit im Unklaren darüber lässt, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Durch den häufigen Perspektivenwechsel ist nicht klar, von welcher Person tatsächlich die Gefahr ausgeht, jede Figur scheint ein Geheimnis zu haben. Außerdem weiß man nie so ganz, inwiefern sich manche Szenen in der Realität abspielen oder sie einfach nur der Fantasie der handelnden Person entspringen. Man beginnt vermeintliche Gewissheiten infrage zu stellen, die Integrität jeder Figur wird angezweifelt und man erwartet von jeder Person nur noch Negatives. Dies löst ein ständiges Gedankenkarussell im Leser aus, was über weite Strecken die Spannung in diesem Buch ausmacht.
Persönliche Kritikpunkte:
Obwohl ich mir persönlich ein ähnliches Ende erwartet hatte, fand ich die Auflösung letztlich doch ein wenig zu abstrus. Hier hätte weniger mehr bedeute, aber das ist reine Geschmackssache, andere Leser mögen dies vielleicht anders sehen!
Fazit:
Ein toll gemachter Psycho-Thriller, der nahezu gänzlich ohne actionreichen Schnickschnack auskommt. Wer gerne hinter der höflich-freundlichen Fassade seiner Mitmenschen blickt und dort nach psychologischen Abgründen sucht, ist mit diesem Roman sicher gut bedient!
Nach einer erfolgreichen Brustkrebsbehandlung möchte Smilla gemeinsam mit ihrem Mann Jonas im beschaulichen Schwarzwald einen Neuanfang wagen. Kurz nach ihrem Einzug ins neue Haus rettet sie einem kleinen Jungen das Leben, der in einem See zu ertrinken droht. Beim Anblick des Jungen durchfährt es Smilla wie ein Blitz: Sie kennt diesen Jungen, mehr noch sie, die nie ein Kind geboren hat, hat plötzlich das Gefühl, ihr eigenes Kind vor sich zu haben. Dazu kommt, dass die herbeieilende Mutter des Kindes abweisend und aggressiv auf Smilla reagiert, anstatt für die Rettung des Kindes dankbar zu sein. Tags darauf stellt sich heraus, dass besagte Familie die Nachbarn von Smilla und Jonas sind. Während Lou, so der Name der Frau, Smilla auch weiterhin mit Ablehnung begegnet, reagiert ihr mit übertrieben dankbar und freundlich. Er bietet Smilla, die gelernte Konditorin ist, eine Anstellung in der Pâtisserie seines Hotels an.
Doch nach und nach beschleicht Smilla das Gefühl, dass alle Personen in ihrer näheren Umgebung sie belügen. Selbst ihr Ehemann, auf den sie sich immer verlassen konnte, scheint Geheimnisse vor Ihr zu haben bzw. sie anzulügen. Zudem geschehen plötzlich seltsame Dinge, sodass Smilla bald nicht mehr weiß, was sie glauben soll, sodass sie langsam an der Klarheit ihres Verstandes zu zweifeln beginnt.
Schreibstil:
Nova Winter schafft es aus scheinbar harmlosen Alltagssituationen eine beklemmende, bedrohliche Situation heraufzubeschwören. Dabei verzichtet sie auf spektakuläre Action-Szenen, wie man sie sonst in so manchen Psycho-Thrillern findet, sie arbeitet alleine mit unterschwelliger Spannung, sodass eine wirklich beklemmende Atmosphäre entsteht. Die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten, wobei jedes Kapitel aus der Sicht der unterschiedlichen Figuren geschildert ist, was zusätzlich zur Verwirrung des Lesers beiträgt.
Charaktere:
Durch den häufigen Perspektivenwechsel in den einzelnen Kapiteln lernt man viel über das Seelenleben der einzelnen Personen, sodass man bis zu einem gewissen Grad deren Handlungsweisen verstehen kann. Im Zentrum der Betrachtung steht jedoch Smilla, deren heimeliges Zuhause nach und nach Risse bekommt, da sie durch verschiedene Begebenheiten verunsichert wird und nach und nach das Vertrauen zu all ihren Mitmenschen verliert, da jeder von ihnen ein Geheimnis zu hüten scheint.
Cover:
Das Coverbild zweier Häuser die in enger Distanz zueinander stehen, wirkt düster und ein wenig bedrohlich.
Meinung:
Das anfänglich recht idyllisch beschriebene Landleben, kippt relativ rasch in eine recht beklemmende Atmosphäre, die durch Misstrauen und Zweifel genährt wird. Was mir am Aufbau des Buches sehr gut gefällt, dass einen die Autorin lange Zeit im Unklaren darüber lässt, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Durch den häufigen Perspektivenwechsel ist nicht klar, von welcher Person tatsächlich die Gefahr ausgeht, jede Figur scheint ein Geheimnis zu haben. Außerdem weiß man nie so ganz, inwiefern sich manche Szenen in der Realität abspielen oder sie einfach nur der Fantasie der handelnden Person entspringen. Man beginnt vermeintliche Gewissheiten infrage zu stellen, die Integrität jeder Figur wird angezweifelt und man erwartet von jeder Person nur noch Negatives. Dies löst ein ständiges Gedankenkarussell im Leser aus, was über weite Strecken die Spannung in diesem Buch ausmacht.
Persönliche Kritikpunkte:
Obwohl ich mir persönlich ein ähnliches Ende erwartet hatte, fand ich die Auflösung letztlich doch ein wenig zu abstrus. Hier hätte weniger mehr bedeute, aber das ist reine Geschmackssache, andere Leser mögen dies vielleicht anders sehen!
Fazit:
Ein toll gemachter Psycho-Thriller, der nahezu gänzlich ohne actionreichen Schnickschnack auskommt. Wer gerne hinter der höflich-freundlichen Fassade seiner Mitmenschen blickt und dort nach psychologischen Abgründen sucht, ist mit diesem Roman sicher gut bedient!