mehr fragen als antworten..
ich war direkt nach den ersten seiten neugierig weil die grundidee einfach dieses typische hier stimmt etwas ganz gewaltig nicht.. gefühl auslöst. smilla rettet ein kind aus dem see und ist plötzlich überzeugt das es ihr eigener sohn ist! obwohl das eigentlich unmöglich sein sollte. genau dieser widerspruch hat mich sofort weiterlesen lassen. besonders spannend fand ich wie schnell sich das vertrauen der hauptfigur in ihre eigene wahrnehmung verändert. smilla versucht herauszufinden was passiert ist aber je mehr sie nachforscht desto mehr zweifelt sie daran wem sie überhaupt noch glauben kann. gerade dieses gefühl das niemand wirklich ehrlich zu sein scheint sorgt für eine ziemlich beklemmende atmosphäre. ich mochte das der thriller nicht nur über überraschungen funktioniert sondern vor allem über die psychologische ebene. die frage was real ist und was vielleicht nur so wirkt zieht sich durch die ganze geschichte. dadurch hatte ich beim lesen ständig dieses leichte unbehagen weil man genauso wenig sicher ist wie smilla selbst. die nachbarschaft die eigentlich ein ort der sicherheit sein sollte bekommt dadurch etwas bedrohliches. besonders interessant fand ich diesen gegensatz zwischen der perfekten fassade nach außen und den geheimnissen die dahinter versteckt werden. ich habe das buch vor allem wegen dieser angespannten stimmung gerne gelesen. es ist kein thriller bei dem nur die action zählt sondern eher einer der mit misstrauen, manipulation und vielen offenen fragen arbeitet. wer psychologische spannung mag und gerne miträtselt wem man eigentlich vertrauen kann dürfte hier gut aufgehoben sein!