Packend ab Seite 1

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Die Nachbarin von Nova Winter (Pseudonym der Autorin) hat mich von der ersten Seite an gepackt. Schon der Einstieg ist außergewöhnlich: Smilla rettet einen kleinen Jungen vor dem Ertrinken und ist plötzlich überzeugt, dass sie ihren eigenen Sohn vor sich hat, obwohl sie nie ein Kind bekommen hat. Allein diese Prämisse sorgt sofort für Neugier und wirft unzählige Fragen auf.

Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre. Die Autorin versteht es hervorragend, eine unterschwellige Unsicherheit aufzubauen, sodass man sich während des gesamten Romans fragt, was wirklich passiert ist und wem man überhaupt noch trauen kann. Immer wieder hatte ich neue Theorien, die kurze Zeit später wieder über den Haufen geworfen wurden.

Auch der Schreibstil hat mir zugesagt. Die kurzen Kapitel und die flüssige Sprache sorgen dafür, dass man förmlich durch das Buch fliegt. Gleichzeitig wirken die Figuren glaubwürdig und entwickeln sich im Verlauf der Handlung auf eine Weise, mit der ich nicht gerechnet hätte.

Das Finale konnte mich ebenfalls überzeugen. Die Auflösung ist schlüssig, überrascht noch einmal und beantwortet die offenen Fragen zufriedenstellend. Insgesamt ist Die Nachbarin ein spannender Psychothriller mit einer originellen Ausgangsidee und konstant hohem Spannungsniveau.