Super spannend, aber nicht zu 100% überzeugend
Nachdem ich die Leseprobe zu "Die Nachbarin" gelesen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht - und das, obwohl Thriller absolut nicht mein Genre sind. Meine Mann ging es ähnlich, auch er mag Thriller gar nicht, aber als ich ihm aus dem Buch vorzulesen begann, war er angefixt. Ich würde sagen, das ist der überzeugendste Beleg dafür, dass die Autorin es versteht, Spannung zu erzeugen und diese durchgehend hoch zu halten.
Zur Auflösung möchte ich nicht allzu viel sagen, um nichts vorwegzunehmen. Generell haben mich allerdings einige Stellen im Buch nicht ganz überzeugt, angefangen bei dem Gefühl der Protagonistin, dass es sich bei Moritz um ihr Kind handele - dieses Gefühl muss ihr doch so ungewöhnlich vorgekommen sein, dass sie sich dem mehr hätte widmen müssen (gedanklich). Dafür fand ich wiederum ihre vielfachen Berührungspunkte mit dem Schicksal ihrer Nachbarin bzw. ihre vielen Nachforschungen bei unterschiedlichen Personen nicht sonderlich überzeugend. Wir hatten das Gefühl, die Protagonistin ist entweder sehr unempathisch und ein bisschen dumm, oder ihre Motivation, ihre Nase in fremde Angelegenheiten zu stecken, wurde nicht ausreichend erläutert.
Zusammenfassend: Die Autorin priorisiert die Erzählgeschwindigkeit und den Spannungsbogen zuungunsten der Überzeugungskraft und Charakterentwicklung. Und hier und da waren einige Details wirklich unlogisch oder unrealistisch, aber ich will wie gesagt nicht spoilern.
Zur Auflösung möchte ich nicht allzu viel sagen, um nichts vorwegzunehmen. Generell haben mich allerdings einige Stellen im Buch nicht ganz überzeugt, angefangen bei dem Gefühl der Protagonistin, dass es sich bei Moritz um ihr Kind handele - dieses Gefühl muss ihr doch so ungewöhnlich vorgekommen sein, dass sie sich dem mehr hätte widmen müssen (gedanklich). Dafür fand ich wiederum ihre vielfachen Berührungspunkte mit dem Schicksal ihrer Nachbarin bzw. ihre vielen Nachforschungen bei unterschiedlichen Personen nicht sonderlich überzeugend. Wir hatten das Gefühl, die Protagonistin ist entweder sehr unempathisch und ein bisschen dumm, oder ihre Motivation, ihre Nase in fremde Angelegenheiten zu stecken, wurde nicht ausreichend erläutert.
Zusammenfassend: Die Autorin priorisiert die Erzählgeschwindigkeit und den Spannungsbogen zuungunsten der Überzeugungskraft und Charakterentwicklung. Und hier und da waren einige Details wirklich unlogisch oder unrealistisch, aber ich will wie gesagt nicht spoilern.