Wenn die eigene Wahrnehmung ins Wanken gerät

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mimi81 Avatar

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Schon nach den ersten Seiten war ich mitten in der Geschichte und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ich hatte mir mehr als einmal vorgenommen, nur noch ein Kapitel zu lesen – daraus wurden dann doch deutlich mehr. Durch die kurzen Kapitel entwickelt das Buch eine richtige Sogwirkung, sodass ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Besonders gut gefallen hat mir, wie facettenreich die Geschichte aufgebaut ist. Immer wieder war ich überzeugt, den Ausgang zu kennen, doch kurz darauf wurde ich wieder in eine ganz andere Richtung gelenkt. Die vielen Twists haben mich immer wieder überrascht und die Spannung bis zur letzten Seite aufrechterhalten.
Mit Smilla habe ich von Anfang an mitgefiebert. Sie ist sich sicher, dass das Gefühl einer Mutter sie nicht täuschen kann, und genau dieser Frage geht sie unbeirrt nach. Dieser Gedanke hat mich beim Lesen nicht mehr losgelassen und ich habe mich ständig gefragt, was wirklich stimmt und wem man noch glauben kann.
Besonders gefallen hat mir die dichte, bedrückende Atmosphäre. Manche Szenen waren so anschaulich beschrieben, dass sie erschreckend real wirkten.
Am Ende fügt sich nach und nach alles zusammen und plötzlich ergibt die Geschichte ein stimmiges Gesamtbild – genau so wünsche ich mir einen gelungenen Psychothriller.
Mich konnte dieser Psychothriller mit seiner dichten Atmosphäre und den überraschenden Wendungen komplett überzeugen. 5/5 Sterne