Toller Debütroman!

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Der Roman beginnt im Jahr 1987 und erstreckt sich bis ins Jahr 2022. Am Anfang ist Cora auf dem Weg zum Amt zur Anmeldung der Geburt ihres Sohnes. Sie steht vor der Entscheidung, welchen Namen sie für ihren Sohn eintragen lässt. Ihr Mann Gordon, ein angesehener Arzt, erwartet von ihr, dass sie ihren Sohn traditionell nach dem Vater benennt - so wie es immer schon wahr. Der Namens-Favorit der großen Schwester Maia ist Bear, während Cora selbst den Namen Julian präferiert. Drei Namen - drei Versionen eines Lebens!

Namen und ihre Bedeutung sind eine wichtige Komponente des Romans. Verläuft das Leben anders, je nachdem welchen Namen man erhält? Wie stark prägt der Name die gesamte Person und den Charakter sowie Entscheidungen bei verschiedenen Wahlmöglichkeiten? In Florence Knapps Roman werden unterschiedliche Lebenswege und -beschlüsse aus drei Perspektiven erzählt (Bear, Julian und Gordon). Nicht nur die Hauptperson selbst durchläuft einen völlig anderen Lebensweg je nach anfänglicher Namensgebung, sondern auch die komplette Familie und das Umfeld. Alle drei Perspektiven bzw. Lebensentwürfe enthalten Schicksalsschläge, bei denen man beim Lesen unweigerlich die Luft anhält. Der Roman behandelt zum Teil wirklich schwere Themen und ist schmerzhaft, hat auf der anderen Seite jedoch eine unfassbare Sogwirkung.

Erzählerisch eine Wucht und genial konstruiert! Von daher kann ich das Buch sehr empfehlen, wenn ihr Themen wie häusliche Gewalt, Manipulation und Trauma und aushalten könnt. Insgesamt ein toller Debütroman, der mich sehr gefesselt und berührt hat! (4.5/5*)