Anstrengend

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buchgeflüster_95 Avatar

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Robert Seethalers neuer Roman konnte mich leider nicht überzeugen. Zwar schreibt Seethaler wie gewohnt in einer ruhigen und präzisen Sprache, doch diesmal wirkte die Erzählweise auf mich eher anstrengend als fesselnd. Vor allem die ständigen Wechsel zwischen Personen, Perspektiven und Situationen haben den Lesefluss immer wieder unterbrochen. Kaum hatte man sich in eine Figur oder Szene hineingefunden, sprang die Handlung schon weiter. Dadurch fiel es mir schwer, eine echte Verbindung zu den Charakteren aufzubauen oder emotional in die Geschichte einzutauchen. Die vielen Brüche wirkten teilweise beliebig und machten das Buch unnötig kompliziert.
Einige Beobachtungen und sprachliche Bilder waren zwar gelungen, insgesamt blieb die Geschichte für mich aber zu distanziert und zerfahren. Wer fragmentarische Erzählstrukturen mag, wird darin vielleicht einen besonderen Reiz finden. Für mich war das Lesen jedoch eher mühsam als bereichernd.