Das Mosaik des Lebens - teilweise schwer greifbar für mich
Robert Seethaler versammelt in „Die Straße“ die Geschichten ganz unterschiedlicher Menschen, die alle in derselben unscheinbaren Straße leben. In kurzen Episoden erzählt er von Sehnsucht, Einsamkeit, Liebe, Wut, Hoffnung und Verlust und zeichnet so ein Mosaik des Lebens, dessen einzelne Schicksale sich immer wieder berühren.
Das Grundkonzept des Romans hat mir sehr gut gefallen. Die Idee, eine Straße und ihre Bewohner in vielen kleinen Ausschnitten zu porträtieren bietet viele interessante Perspektiven. Durch die vielen kurzen Kapitel und die knapp über 200 Seiten liest sich das Buch zudem sehr schnell und kurzweilig.
Der Aufbau ist allerdings auch eine kleine Herausforderung. Die Erzählung springt zwischen zahlreichen Figuren und Handlungssträngen hin und her ohne die Personen direkt zu benennen. Dadurch musste ich mich immer wieder neu orientieren, wer gerade im Mittelpunkt steht. Manche Erzählstränge fand ich dabei deutlich spannender als andere.
Trotz des spannenden Grundkonzepts blieb für mich vieles zu oberflächlich. Da die Geschichte so viele Menschen begleitet, erhält keiner der Handlungsstränge wirklich viel Raum. Die Figuren bleiben dadurch oft schwer greifbar und wirken eher anonym, sodass bei mir keinerlei emotionale Bindung entstanden ist.
Was mir hingegen sehr gefallen hat, sind die klugen Beobachtungen und die poetischen Sätze, die Robert Seethaler immer wieder einstreut. Mehrmals habe ich Passagen markiert.
Alles in allem ist „Die Straße“ ein ungewöhnlich aufgebauter Roman mit einer interessanten Idee. Ganz warm geworden bin ich mit dem Buch allerdings nicht, weil mir bei den Figuren und ihren Geschichten etwas Tiefe gefehlt hat.
Das Grundkonzept des Romans hat mir sehr gut gefallen. Die Idee, eine Straße und ihre Bewohner in vielen kleinen Ausschnitten zu porträtieren bietet viele interessante Perspektiven. Durch die vielen kurzen Kapitel und die knapp über 200 Seiten liest sich das Buch zudem sehr schnell und kurzweilig.
Der Aufbau ist allerdings auch eine kleine Herausforderung. Die Erzählung springt zwischen zahlreichen Figuren und Handlungssträngen hin und her ohne die Personen direkt zu benennen. Dadurch musste ich mich immer wieder neu orientieren, wer gerade im Mittelpunkt steht. Manche Erzählstränge fand ich dabei deutlich spannender als andere.
Trotz des spannenden Grundkonzepts blieb für mich vieles zu oberflächlich. Da die Geschichte so viele Menschen begleitet, erhält keiner der Handlungsstränge wirklich viel Raum. Die Figuren bleiben dadurch oft schwer greifbar und wirken eher anonym, sodass bei mir keinerlei emotionale Bindung entstanden ist.
Was mir hingegen sehr gefallen hat, sind die klugen Beobachtungen und die poetischen Sätze, die Robert Seethaler immer wieder einstreut. Mehrmals habe ich Passagen markiert.
Alles in allem ist „Die Straße“ ein ungewöhnlich aufgebauter Roman mit einer interessanten Idee. Ganz warm geworden bin ich mit dem Buch allerdings nicht, weil mir bei den Figuren und ihren Geschichten etwas Tiefe gefehlt hat.