Diorama einer Straße
Beim Hören dieses Buches kam ich mir wie ein Voyeur vor. Ich wanderte mit dem Autor durch die Heidestraße, schaute durch Fenster, belauschte Gespräche und nahm so an den Sorgen und Nöten der Bewohner teil.
Weil die Straße zum Sanierungsgebiet erklärt wurde, erhielten die Bewohner schon Kündigungsschreiben, gegen die ein zweitklassiger Rechtsanwalt Klagen einreichte. Dabei hatte ein frisch gebackener Erbe mit den alten Büchern der Tante gerade ein Antiquariat eröffnet, die nun wegen der abgestellten Heizung im Winter feucht wurden. Wir erleben den Ärger der Einheimischen über schreiende Kinder, hören dem Klatsch zu und lernen so nach und nach die Menschen kennen. Mit dem alten Hausarzt besuchen wir auch das Altenheim mit all seinen Nöten.
Ich ließ mir die Geschichten von Matthias Brand vorlesen. Anfangs war ich irritiert, da sie durch keine verbindenden Elemente zusammengehalten werden, sondern kommentarlos nebeneinander stehen. Doch erstaunlicher Weise ergab sich nach und nach ein komplettes Bild, das von dem jährlich stattfindenden Straßenfest zusammengehalten wird. Die darin beschriebenen Bitten an die Bewohner, sich daran zu beteiligen, haben sich trotz der vielen Geschehnisse übers Jahr nicht verändert.
Fazit: Ein Buch, wie ein Theaterstück. Als literarisches Experiment ist es etwas ungewöhnlich, hat mich aber leider nicht in seinen Bann gezogen. Robert Seethaler hat schon bessere Bücher geschrieben.
Weil die Straße zum Sanierungsgebiet erklärt wurde, erhielten die Bewohner schon Kündigungsschreiben, gegen die ein zweitklassiger Rechtsanwalt Klagen einreichte. Dabei hatte ein frisch gebackener Erbe mit den alten Büchern der Tante gerade ein Antiquariat eröffnet, die nun wegen der abgestellten Heizung im Winter feucht wurden. Wir erleben den Ärger der Einheimischen über schreiende Kinder, hören dem Klatsch zu und lernen so nach und nach die Menschen kennen. Mit dem alten Hausarzt besuchen wir auch das Altenheim mit all seinen Nöten.
Ich ließ mir die Geschichten von Matthias Brand vorlesen. Anfangs war ich irritiert, da sie durch keine verbindenden Elemente zusammengehalten werden, sondern kommentarlos nebeneinander stehen. Doch erstaunlicher Weise ergab sich nach und nach ein komplettes Bild, das von dem jährlich stattfindenden Straßenfest zusammengehalten wird. Die darin beschriebenen Bitten an die Bewohner, sich daran zu beteiligen, haben sich trotz der vielen Geschehnisse übers Jahr nicht verändert.
Fazit: Ein Buch, wie ein Theaterstück. Als literarisches Experiment ist es etwas ungewöhnlich, hat mich aber leider nicht in seinen Bann gezogen. Robert Seethaler hat schon bessere Bücher geschrieben.