Ein Jahr in der Heidestraße
Ich mag Seethalers Romane wirklich gern. Meine Lieblinge sind „Die weiteren Aussichten“ und „Ein ganzes Leben“, ich konnte mich aber auch mit dem „Feld“ noch anfreunden. Im Vorfeld hatte ich dennoch die Befürchtung, „Die Straße“ könnte mir etwas zu experimentell ausfallen und zu anstrengend werden.
Das Buch ist nämlich aus kleinen Textfragmenten aufgebaut, die meist nur wenige Absätze umfassen. Es finden sich hier verschiedenste Erzählstimmen, erste und dritte Personen, nahe und distanzierte, Dialoge, aber auch Briefe und amtliche Schreiben. Wir treffen unter anderem auf einen Polizisten, einen Buchhändler und eine Blumenverkäuferin; Schauplätze sind eine Bäckerei, ein Altersheim und eben die Heidestraße, in der die Handlung verortet ist.
Der Verlauf der Erzählung umfasst ein gutes Jahr, in dem so einiges passiert: Jemand eröffnet ein Antiquariat, ein Festkomitee tagt, ein Brand bricht aus, Mieter sollen aus ihren Wohnungen gedrängt werden. Schnell findet man die ersten Zusammenhänge zwischen den einzelnen Erzählstimmen, nach ein paar Seiten ist man drin und die Teile fügen sich zusammen.
Das war mein erster Eindruck und ich hatte gehofft, dass dieser sich weiter fortsetzt, bis sich ein rundes Bild der Geschehnisse ergibt und man die einzelnen Personen kennt und erfasst. Leider hat sich dieses Gefühl nicht bis zum Schluss gehalten. Erstmals ist es mir bei einem Buch des Autors schwergefallen, dran zu bleiben und nach einem Tag Pause wieder in die Geschichte einzusteigen. Gegen Ende ist mir das Ganze doch zu sehr Fragment geblieben. Ich konnte nicht alle Textpassagen zuordnen und die Personen blieben nahezu alle ziemlich blass.
Dennoch schafft es Seethaler, aus Bruchstücken eine Geschichte zusammenzusetzen, in der wenig erklärt wird, sich aber mit der Zeit ein atmosphärisches Bild der Straße und ihrer Bewohner ergibt, die diskutieren, lieben, sich schlagen, feiern, sterben. Mit einfachen Worten alltägliche Stimmungen einfangen – darin ist Seethaler einfach großartig. Trotzdem konnte mich „Die Straße“ leider nicht ganz überzeugen.
Das Buch ist nämlich aus kleinen Textfragmenten aufgebaut, die meist nur wenige Absätze umfassen. Es finden sich hier verschiedenste Erzählstimmen, erste und dritte Personen, nahe und distanzierte, Dialoge, aber auch Briefe und amtliche Schreiben. Wir treffen unter anderem auf einen Polizisten, einen Buchhändler und eine Blumenverkäuferin; Schauplätze sind eine Bäckerei, ein Altersheim und eben die Heidestraße, in der die Handlung verortet ist.
Der Verlauf der Erzählung umfasst ein gutes Jahr, in dem so einiges passiert: Jemand eröffnet ein Antiquariat, ein Festkomitee tagt, ein Brand bricht aus, Mieter sollen aus ihren Wohnungen gedrängt werden. Schnell findet man die ersten Zusammenhänge zwischen den einzelnen Erzählstimmen, nach ein paar Seiten ist man drin und die Teile fügen sich zusammen.
Das war mein erster Eindruck und ich hatte gehofft, dass dieser sich weiter fortsetzt, bis sich ein rundes Bild der Geschehnisse ergibt und man die einzelnen Personen kennt und erfasst. Leider hat sich dieses Gefühl nicht bis zum Schluss gehalten. Erstmals ist es mir bei einem Buch des Autors schwergefallen, dran zu bleiben und nach einem Tag Pause wieder in die Geschichte einzusteigen. Gegen Ende ist mir das Ganze doch zu sehr Fragment geblieben. Ich konnte nicht alle Textpassagen zuordnen und die Personen blieben nahezu alle ziemlich blass.
Dennoch schafft es Seethaler, aus Bruchstücken eine Geschichte zusammenzusetzen, in der wenig erklärt wird, sich aber mit der Zeit ein atmosphärisches Bild der Straße und ihrer Bewohner ergibt, die diskutieren, lieben, sich schlagen, feiern, sterben. Mit einfachen Worten alltägliche Stimmungen einfangen – darin ist Seethaler einfach großartig. Trotzdem konnte mich „Die Straße“ leider nicht ganz überzeugen.