Mensch sein
Robert Seethaler hat sich den Menschen verschrieben, er beobachtet und erzählt, und lässt dabei so manch ein Schicksal in die Handlung einfließen. Auch hier greift er wieder zu seinem altbekannten Stilmittel, und noch dazu wieder einfühlsam und interessant.
In diesem Roman gibt es die Geschichte der Buchhändlerin, die vom Mann ihrer Träume nicht gesehen wird, der Antiquar, der seine Bücher wertschätzt, auch wenn andere es nicht tun, und einige Senioren, die dem vergessen anheim fallen, aber dennoch das Leben noch leben möchten.
230 Seiten die es menschlich gesehen in sich haben,und den Kern vieler Probleme, Sehnsüchte und Erlebnisse treffen. Selbst wenn man sich selbst nicht in den Geschichten wiederfindet ist man dennoch in der Lage sich vorzustellen, dass es diesen Menschen so ergeht.
Für mich wieder einmal eine tolle Lektüre, die auch wenn sie kurz war, eine Bereicherung darstellt.