Mosaik
Eine Straße wie sie es viele gibt, in Deutschland, Österreich, wahrscheinlich überall auf der Welt.
Sie ist für alle, die dort nicht wohnen unbedeutend. Für alle die dort Leben ist sie das Zentrum der Welt, bis sie halt woanders hingehen.
Viele urbane Probleme werden in diesem Episodenroman angesprochen. Allem voran die Gentrifizierung. Ein Haus soll abgerissen werden, dort soll etwas ganz Neues entstehen. Für die Mieter ist es aber das Ende ihres bisherigen Lebens. Sie sollen alle ausziehen und werden mit allen Mitteln dazu gebracht.
Dann gibt es das Altersheim. Die dortigen Bewohner haben ganz andere Probleme. Das Alter, Krankheiten, fehelende soziale Kontakte, nicht so nettes oder sehr nettes Pflegepersonal. Dazu passen die Tagesberichte der Heimleiterin: sachlich, ganz auf Fakten konzentriert. Der Tod ist nur ein Abgang.
Der Mann, der seinen Lebenstraum erfüllt: ein Antiquariat zu eröffnen. Unglaublich, mit welchen Schwierigkeiten er zurechtkommen muss.
Dann ist da die sehr unglücklich verliebte Floristin, die Mutter, deren Sohn gewalttätig ist. Die Bäckerin, weitere Bewohner der Straße.
Unglaublich viel Personal führt Seethaler ein. Die Perspektive wechselt manchmal mehrmals auf einer Seite. Es gibt keine Kapitel, keine Überschriften, keine Orientierung. Nur, meist kurze Abschnitte, die eine Situation beschreiben. Erst langsam wurde aus diesen Mosaikstückchen für mich ein Bild. Und es bleibt unvollständig.
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, doch es hat mich ein wenig enttäuscht. Ein wenig mehr Führung durch den Autor hätte meinem Lesefluss gutgetan. Es dauerte lange, bis ich die Stimmen auseinanderhalten konnte. Das fiel mir in seinem Roman Das Feld viel leichter.
Dabei ist es nicht langweilig. Es passieren recht dramatische Dinge: es gibt Tote, einen Brand und weitere, nur angerissene Dramen,
Das Leben in der Straße geht immer weiter, auch wenn die Bewohner wechseln.
Sie ist für alle, die dort nicht wohnen unbedeutend. Für alle die dort Leben ist sie das Zentrum der Welt, bis sie halt woanders hingehen.
Viele urbane Probleme werden in diesem Episodenroman angesprochen. Allem voran die Gentrifizierung. Ein Haus soll abgerissen werden, dort soll etwas ganz Neues entstehen. Für die Mieter ist es aber das Ende ihres bisherigen Lebens. Sie sollen alle ausziehen und werden mit allen Mitteln dazu gebracht.
Dann gibt es das Altersheim. Die dortigen Bewohner haben ganz andere Probleme. Das Alter, Krankheiten, fehelende soziale Kontakte, nicht so nettes oder sehr nettes Pflegepersonal. Dazu passen die Tagesberichte der Heimleiterin: sachlich, ganz auf Fakten konzentriert. Der Tod ist nur ein Abgang.
Der Mann, der seinen Lebenstraum erfüllt: ein Antiquariat zu eröffnen. Unglaublich, mit welchen Schwierigkeiten er zurechtkommen muss.
Dann ist da die sehr unglücklich verliebte Floristin, die Mutter, deren Sohn gewalttätig ist. Die Bäckerin, weitere Bewohner der Straße.
Unglaublich viel Personal führt Seethaler ein. Die Perspektive wechselt manchmal mehrmals auf einer Seite. Es gibt keine Kapitel, keine Überschriften, keine Orientierung. Nur, meist kurze Abschnitte, die eine Situation beschreiben. Erst langsam wurde aus diesen Mosaikstückchen für mich ein Bild. Und es bleibt unvollständig.
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, doch es hat mich ein wenig enttäuscht. Ein wenig mehr Führung durch den Autor hätte meinem Lesefluss gutgetan. Es dauerte lange, bis ich die Stimmen auseinanderhalten konnte. Das fiel mir in seinem Roman Das Feld viel leichter.
Dabei ist es nicht langweilig. Es passieren recht dramatische Dinge: es gibt Tote, einen Brand und weitere, nur angerissene Dramen,
Das Leben in der Straße geht immer weiter, auch wenn die Bewohner wechseln.