Schade um die Geschichte
Ich liebe Seethalers Bücher ja grundsätzlich sehr, aber "Die Straße" hat mich etwas ratlos zurückgelassen.
Ein Jahr in der Heidestraße, irgendwo in einer Stadt in (vermutlich) Österreich.
Es gibt ein Altersheim mit unterschiedlichen Bewohnern, es gibt ein Mietshaus, das der Stadterneuerung weichen soll und dessen Bewohner mit mehr oder weniger Druck zum Gehen bewogen werden sollen. Es gibt eine Blumenhandlung mit einer verliebten Besitzerin, die ihre Liebe nur in unabgeschickten Briefen ausdrückt. Ein Arzt, der noch eine echte Berufung spürt, ein junger Mann, der sich nicht beherrschen kann und zuschlagen muss, wenn "mich einer blöd anschaut". Eine Bäckerei, die Treffpunkt für klatsch-und tratschwütige Bewohner der Heidestraße ist. Den Leiter des Polizeikommissariats, der unter Personalmangel leidet und verzweifelt um Unterstützung bittet,... viele Bewohner - alle erzählen aus ihrer eigenen Perspektive. Der Wechsel ist schnell, oft kaum nachvollziehbar, man muss sehr konzentriert bleiben.
Und trotz schöner Sprache bleibt das Buch für mich irgendwie leer, die erzählenden Personen wachsen einem nicht ans Herz und mit der letzten Seite des Buchs habe ich sie auch schon wieder beinahe vergessen. Für mich ist das Seethalers bisher schlechtestes Buch (und ich habe alle gelesen). Schade.
Ein Jahr in der Heidestraße, irgendwo in einer Stadt in (vermutlich) Österreich.
Es gibt ein Altersheim mit unterschiedlichen Bewohnern, es gibt ein Mietshaus, das der Stadterneuerung weichen soll und dessen Bewohner mit mehr oder weniger Druck zum Gehen bewogen werden sollen. Es gibt eine Blumenhandlung mit einer verliebten Besitzerin, die ihre Liebe nur in unabgeschickten Briefen ausdrückt. Ein Arzt, der noch eine echte Berufung spürt, ein junger Mann, der sich nicht beherrschen kann und zuschlagen muss, wenn "mich einer blöd anschaut". Eine Bäckerei, die Treffpunkt für klatsch-und tratschwütige Bewohner der Heidestraße ist. Den Leiter des Polizeikommissariats, der unter Personalmangel leidet und verzweifelt um Unterstützung bittet,... viele Bewohner - alle erzählen aus ihrer eigenen Perspektive. Der Wechsel ist schnell, oft kaum nachvollziehbar, man muss sehr konzentriert bleiben.
Und trotz schöner Sprache bleibt das Buch für mich irgendwie leer, die erzählenden Personen wachsen einem nicht ans Herz und mit der letzten Seite des Buchs habe ich sie auch schon wieder beinahe vergessen. Für mich ist das Seethalers bisher schlechtestes Buch (und ich habe alle gelesen). Schade.