Sehr gut. Und anders.
„𝘚𝘤𝘩𝘭𝘢𝘨𝘢𝘳𝘵𝘪𝘨 𝘪𝘴𝘵 𝘦𝘴 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘯 𝘏𝘦𝘤𝘬𝘦𝘯 𝘴𝘵𝘪𝘭𝘭. 𝘒𝘦𝘪𝘯 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩 𝘩𝘢𝘵 𝘫𝘦 𝘥𝘪𝘦 𝘈𝘮𝘴𝘦𝘭 𝘴𝘤𝘩𝘭𝘢𝘧𝘦𝘯 𝘨𝘦𝘴𝘦𝘩𝘦𝘯.“
Robert Seethalers neuer Roman hat keine durchgehende Handlung. Vielmehr wird aus kurzen Gesprächspassagen, inneren Monologen und Gedanken, das Bild der fiktiven Heidestraße zusammengebaut. Wer da gerade spricht, erschließt sich überwiegend nur aus dem Kontext. Die Sätze sind dabei reduziert, das Verweilen bei einer Bewohnerin oder einem Bewohner der Straße nur kurz. Das mag zunächst etwas verwirrend wirken, entwickelt aber im Laufe des Buches einen ganz eigenen Reiz. Immer tiefer taucht man in den Alltag der Straße ein, über eine Zeitspanne von ca. 1 Jahr.
Da sind die Bewohner:innen des Pflegeheims „Abendschein“, eine unglücklich verliebte Blumenhändlerin, Wirtshausbesucher im „Goldenen Mond“, die Bäckerin, die täglich dem Obdachlosen vor der Tür einen Kaffee bringt, ein Antiquar, der um seine Bücher kämpft, ein Junge mit einer Steinschleuder und viele mehr.
Wo sich diese Straße genau befindet, bleibt offen – einzelne Begriffe deuten auf Wien hin (Buchteln), dann wird aber wieder in Mark bezahlt. Ebenso lässt sich die Zeit der Handlung nicht genau festlegen, irgendwann in den späteren 80er Jahren würde ich sagen. Beides mag vielleicht manche Leser:innen stören, in Wahrheit spielt aber weder das Eine noch das Andere eine Rolle.
In manchen Beschreibungen zum Buch wird von einem Mosaik oder einem Wimmelbild gesprochen. Das trifft es durchaus und macht damit für mich den Reiz des Buches aus. Schon als Kind gehörten Wimmelbilder für mich mit zum Spannendsten, was es an Büchern gab. Immer wieder Neues und Überraschendes kann entdeckt werden, genau so wie klare Muster und Verbindungen.
Auf jeden Fall eine Lese- (oder wie in meinem Fall) Hörempfehlung (Hörbuchfassung: Hörbuch Hamburg; Sprecher: Matthias Brandt).
Robert Seethalers neuer Roman hat keine durchgehende Handlung. Vielmehr wird aus kurzen Gesprächspassagen, inneren Monologen und Gedanken, das Bild der fiktiven Heidestraße zusammengebaut. Wer da gerade spricht, erschließt sich überwiegend nur aus dem Kontext. Die Sätze sind dabei reduziert, das Verweilen bei einer Bewohnerin oder einem Bewohner der Straße nur kurz. Das mag zunächst etwas verwirrend wirken, entwickelt aber im Laufe des Buches einen ganz eigenen Reiz. Immer tiefer taucht man in den Alltag der Straße ein, über eine Zeitspanne von ca. 1 Jahr.
Da sind die Bewohner:innen des Pflegeheims „Abendschein“, eine unglücklich verliebte Blumenhändlerin, Wirtshausbesucher im „Goldenen Mond“, die Bäckerin, die täglich dem Obdachlosen vor der Tür einen Kaffee bringt, ein Antiquar, der um seine Bücher kämpft, ein Junge mit einer Steinschleuder und viele mehr.
Wo sich diese Straße genau befindet, bleibt offen – einzelne Begriffe deuten auf Wien hin (Buchteln), dann wird aber wieder in Mark bezahlt. Ebenso lässt sich die Zeit der Handlung nicht genau festlegen, irgendwann in den späteren 80er Jahren würde ich sagen. Beides mag vielleicht manche Leser:innen stören, in Wahrheit spielt aber weder das Eine noch das Andere eine Rolle.
In manchen Beschreibungen zum Buch wird von einem Mosaik oder einem Wimmelbild gesprochen. Das trifft es durchaus und macht damit für mich den Reiz des Buches aus. Schon als Kind gehörten Wimmelbilder für mich mit zum Spannendsten, was es an Büchern gab. Immer wieder Neues und Überraschendes kann entdeckt werden, genau so wie klare Muster und Verbindungen.
Auf jeden Fall eine Lese- (oder wie in meinem Fall) Hörempfehlung (Hörbuchfassung: Hörbuch Hamburg; Sprecher: Matthias Brandt).