Splitter
Das neue Buch von Robert Seethaler ist sehr ungewöhnlich. Wie kleine Splitter setzt er Begebenheiten aus der Heidestraße in einer unbekannten Stadt zusammen, wie zu einem Mosaik. Da sind die Bäckerei, der Blumenladen, das Antiquariat, die Kneipe, das Speiselokal, der Magistrat, das Altenheim und zahlreiche Bewohner. Einmal jährlich feiert man zusammen ein Fest, man kommt zusammen, trinkt, tanzt und manchmal prügelt man sich auch.
Aus lauter kurzen Notizen entsteht im Laufe des Buches ein Gesamtbild der Straße. Obwohl keiner dieser Splitter eine Zuordnung zu einem Menschen erfährt oder ein Datum angegeben ist, kann man die einzelnen Sätze doch relativ schnell zuordnen.
Und das ist die große Kunst des Robert Seethaler, er schreibt unaufgeregt, aber strukturiert und man kommt den Menschen sehr nahe: der Mutter, die sich Sorgen um ihren Sohn macht, dem Antiquar, der sich übernommen hat, der jungen Frau, die die Wohnung ihrer Tante geerbt hat.
Über allem schwebt das Damoklesschwert einer möglichen Kündigung, da eine Investorengemeinschaft die Wohnungen "entmieten" und lukrative Wohnungen bauen möchte. Sehr absurd wird es bei den amtlichen Schreiben, die vom Magistrat verschickt werden, in der typisch verklausulierten Beamtensprache, die man nicht verstehen kann.
Das Buch ist außergewöhnlich, man muss sich darauf einlassen, aber dann ist es ein echtes Lesevergnügen, wie bei einem Puzzle, das man im Kopf zusammensetzt.
Aus lauter kurzen Notizen entsteht im Laufe des Buches ein Gesamtbild der Straße. Obwohl keiner dieser Splitter eine Zuordnung zu einem Menschen erfährt oder ein Datum angegeben ist, kann man die einzelnen Sätze doch relativ schnell zuordnen.
Und das ist die große Kunst des Robert Seethaler, er schreibt unaufgeregt, aber strukturiert und man kommt den Menschen sehr nahe: der Mutter, die sich Sorgen um ihren Sohn macht, dem Antiquar, der sich übernommen hat, der jungen Frau, die die Wohnung ihrer Tante geerbt hat.
Über allem schwebt das Damoklesschwert einer möglichen Kündigung, da eine Investorengemeinschaft die Wohnungen "entmieten" und lukrative Wohnungen bauen möchte. Sehr absurd wird es bei den amtlichen Schreiben, die vom Magistrat verschickt werden, in der typisch verklausulierten Beamtensprache, die man nicht verstehen kann.
Das Buch ist außergewöhnlich, man muss sich darauf einlassen, aber dann ist es ein echtes Lesevergnügen, wie bei einem Puzzle, das man im Kopf zusammensetzt.