Zusammengestückelt
Dieser Roman ist nach meiner Erinnerung inzwischen der vierte, den ich von Robert Seethaler gelesen habe (nach „Das Feld“, „Der letzte Satz“ und „Das Café ohne Namen“). Allesamt waren in ihrer Wertigkeit für mich sehr unterschiedlich. Der vorliegende neueste Roman liegt in dieser Reihe leider an unterstem Rang.
Die ihm zugrunde liegende Idee finde ich dabei sehr gut. Im Mittelpunkt steht eine Straße mit ihren Bewohnern, die überall vorgefunden werden könnte. Einige Anhaltspunkte gibt es, aus denen zu schließen ist, dass sie sich in einer deutschen Stadt in einem Arbeiterviertel zu irgendeinem Zeitpunkt zwischen Zweitem Weltkrieg und Gegenwart befindet. Urbane Probleme und die Situation der Bewohner werden thematisiert. Ganz exemplarisch ist etwa die Buchhändlerin mit ihren wirtschaftlichen Problemen, das für den Abriss vorgesehene Mietshaus, dessen Bewohner das Feld räumen sollen, die Mutter mit einem gewalttätigen Sohn, der alternde Pastor. Meine erhebliche Kritik setzt da an, dass viele, viele kurze Passagen aneinandergereiht werden und die Perspektive oft wechselt, ohne dass es zur Orientierung Kapitel und Überschriften gibt. Die Romanfiguren stehen lose nebeneinander mit nur der gemeinsamen Straße als verbindendem Band. Mir hat sich oft gar nicht erschlossen, welche Romanfigur gerade im Fokus steht. Gegen Ende wurde alles sogar noch dramatisch mit Toten, Gewalttaten, einer Brandstiftung. Auch strahlte die Geschichte hier eine gewisse Schwermut aus.
Insgesamt erhält das Buch von mir eine im Mittel liegende Bewertung.
Die ihm zugrunde liegende Idee finde ich dabei sehr gut. Im Mittelpunkt steht eine Straße mit ihren Bewohnern, die überall vorgefunden werden könnte. Einige Anhaltspunkte gibt es, aus denen zu schließen ist, dass sie sich in einer deutschen Stadt in einem Arbeiterviertel zu irgendeinem Zeitpunkt zwischen Zweitem Weltkrieg und Gegenwart befindet. Urbane Probleme und die Situation der Bewohner werden thematisiert. Ganz exemplarisch ist etwa die Buchhändlerin mit ihren wirtschaftlichen Problemen, das für den Abriss vorgesehene Mietshaus, dessen Bewohner das Feld räumen sollen, die Mutter mit einem gewalttätigen Sohn, der alternde Pastor. Meine erhebliche Kritik setzt da an, dass viele, viele kurze Passagen aneinandergereiht werden und die Perspektive oft wechselt, ohne dass es zur Orientierung Kapitel und Überschriften gibt. Die Romanfiguren stehen lose nebeneinander mit nur der gemeinsamen Straße als verbindendem Band. Mir hat sich oft gar nicht erschlossen, welche Romanfigur gerade im Fokus steht. Gegen Ende wurde alles sogar noch dramatisch mit Toten, Gewalttaten, einer Brandstiftung. Auch strahlte die Geschichte hier eine gewisse Schwermut aus.
Insgesamt erhält das Buch von mir eine im Mittel liegende Bewertung.