Bonjour Tristesse

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claudiamarie Avatar

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Dieses in Frankreich unter die besten Bücher des Jahres gewählte Buch fand ich eher bedrückend.

Angesichts des Titels hätte ich etwas mehr Erheiterung erwartet.

Ort des Geschehens ist die Sâlpetrière, in der der berühmte Pariser Nervenarzt Charcot dem interessierten Publikum seine Experimente an nervenkranken Frauen vorführt.

Diese wurden von ihren Familien dorthin abgeschoben, weil sie aus unterschiedlichen Gründen nicht der damaligen gesellschaftlichen Norm entsprachen.

Der triste Alltag in dieser „Irrenanstalt“ wird unterbrochen durch einen von den bedauernswerten Frauen sehnsüchtig erwarteten Ball.

Dabei werden sie einem Publikum vorgeführt, das sie begafft wie Tiere in einem Zoo.

Es ist zu würdigen, dass Frau Mas versucht, die damalige Zeit aufzuarbeiten und den Frauen eine Stimme, ein Gesicht, eine Identität zu gibt.

Dennoch hat dieses Buch einen sehr bitteren Nachgeschmack hinterlassen