Was macht man mit unangepassten Frauen?
Geneviève ist die älteste Mitarbeiterin der Pariser Nervenanstalt Salpêtrière. Streng, diszipliniert und aufmerksam behält sie alle Geschehnisse und die Eingewiesenen im Auge. Die „Patienten“ der Nervenanstalt sind allesamt Frauen, die von ihren Familien abgestoßen und hierhin verfrachtet wurden. Wer will schon eine hysterische oder Gesellschafts-unkonforme Frau zu Hause haben, nicht? Als oberste Krankenschwester hat Geneviève hinter den Wänden der Klinik vieles gesehen und erlebt. Doch als die junge Eugénie eingeliefert wird, ändert sich alles für Geneviève. Durch die junge Frau, die eine außergewöhnliche Gabe besitzt Tote zu sehen, erkennt die Krankenschwester sich selbst, ihr kleines Leben, dass sie führt. Geneviéve erwacht aus ihrer verdrossenen und verbitterten Starre und ihrem maschinellen Alltagshandeln und geht über sich hinaus, in dem sie Eugénie beim alljährlichen Ball, an dem die Insassinnen, die „Verrückten“, die Furien der „feinen Gesellschaft“ zur Schau gestellt werden, zur Flucht verhilft. Bewertung mit 3,5 von 5 Sternen.