Historischer Roman mit Stärken und Schwächen

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
anman1 Avatar

Von

Ein wunderbar gestaltetes Buch, das mich berührte - wobei die politischen Untertöne leicht gestört haben.

In "Die Vier Winde" von Kristin Hannah folgen wir Elsa Martinelli, von ihrer Jugendzeit im ungeliebten Elternhaus über die schwere Zeit der Dürre auf einer kleinen texanischen Farm bis zu ihrer Flucht nach Kalifornien, wo das Leben nicht leichter ist.

Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Allgemein kann man sagen, dass das Erzähltempo stimmig war. Mir gefiel auch die Beschreibung der Szenerien. Kritisch war meiner Meinung nach jedoch, dass die Personenbeschreibungen entweder spärlich war oder verspätet erfolgte.

Man nahm auch zu Beginn und zu Mitte des Romans teils politische Anspielungen und Untertöne wahr, die sich stark verdichteten im letzten Drittel des Romans. Für mich wäre dies in dieser Form nicht nötig gewesen - so störte es leicht.

Das Ende des Romans wirkte etwas knapp und gehetzt, als wolle man schnell zum Schluss kommen. Den sorgsamen Aufbau der Geschichte machte man sich so etwas kaputt.

Letztlich bleibt ein positiver Gesamteindruck. Wer mitgenommen werden will in eine andere Welt, auf eine kleine texanische Farm der 30er Jahre, dem kann dieses Buch empfohlen werden.