Ein Netz aus Verschwörungen

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Down Cemetery Road hat mich vor allem durch das Setting neugierig gemacht. Ein ruhiger Vorort von Oxford, eine Explosion in der Nachbarschaft und eine Hausfrau, die plötzlich nicht mehr wegsehen kann. Das klang nach einem eher stillen, aber vielschichtigen Krimi. Im Mittelpunkt steht Sarah Tucker. Als nach einer Explosion in der Nähe ein kleines Mädchen verschwindet, lässt sie der Gedanke daran nicht mehr los. Offiziell ist ein Gasleck für die Explosion verantwortlich, aber Sarah hat eine andere Theorie. Sie engagiert einen Privatdetektiv, um nach dem Kind zu suchen. Und immer tiefer wird sie in ein Netz aus Geheimnissen, falschen Identitäten und politischen Verstrickungen hereingezogen. Die Geschichte ist gut erzählt. Besonders gut hat mir die Atmosphäre gefallen. Das scheinbar beschauliche Oxford bekommt hier eine ganz andere, abgründige Seite. Die Spannung entsteht nicht durch rasante Action, sondern durch das stetige Gefühl, dass unter der Oberfläche etwas nicht stimmt. Sarah wirkt anfangs fast etwas verloren, wächst aber im Laufe der Handlung über sich hinaus. Sarah wirkt anfangs fast etwas verloren, wächst aber im Laufe der Handlung über sich hinaus. Privatermittlerin Zoë Boehm hingegen ist erfahren, direkt und angenehm unaufgeregt. Wer keine reine Action erwartet, sondern Spannung und komplexe Geheimnisse schätzt, wird hier gut unterhalten.