Das Geheimnis um Prašina

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anndlich Avatar

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Die Dunkelzone breitet sich aus. Immer mehr Orte in Prag müssen ohne Strom auskommen. Jirka, En und Tonda ist klar, dass sie den Grund für dieses Phänomen aufdecken müssen, um die Dunkelheit vor ihrer Ausbreitung zu stoppen. Doch dabei bringen sie sich in große Gefahr, denn drei skrupellose Gegenspieler sind auf ihren Fersen und schrecken vor nichts zurück.

DunkelZone von Vojtěch Matocha ist ein aktionsreiches Abenteuerbuch für Kinder ab 11 Jahren, die mit einer düsteren Atmosphäre gut umgehen können.

Die Charaktere waren leider eher schwach ausgearbeitet. Wir erleben die Geschichte aus Jirkas Perspektive und kennen seinen Background daher etwas besser, doch außer den Eckdaten, dass seine Eltern verreist und sein Opa in Prašina lebt, erfahren wir kaum etwas über ihn oder seine Gefühlswelt, das macht es schwer sich ihm und seiner Geschichte anzunähern. Auch seine Freund:innen Anastasia ‚En‘ und Tonda werden nur grob vorgestellt, die Beziehungen untereinander werden zwar leicht thematisiert, aber auch hier fehlt mir das Gefühl für ihre Gefühle, vor allem in Anbetracht der Entwicklung zwischen ihnen.

Die Namen der Figuren, Persönlichkeiten und Orte der Geschichte stammen aus dem tschechischen und sind daher teilweise nicht ohne Hilfe lesbar. Hier hätte ich mir ein Verzeichnis mit der entsprechenden Aussprache gewünscht. Aus Respekt gegenüber der tschechischen Sprache und ihren Namen, aber natürlich auch um Kindern das Lesen zu erleichtern.

Das Setting Prag gefiel mir ausgesprochen gut, vor allem weil es selten in Kinderliteratur zu finden ist. Die Atmosphäre ist durchgehend düster und wird von der Autorin gut transportiert, inhaltlich sind die Gefahren durch den Tod, Gewalt und Verfolgungen spürbar und definitiv nichts für jedes Kind, vor allem weil das Buch in der jetzigen Zeit spielt und damit relativ wenig Abstand zwischen Fiktion und Realität für das lesenden Kind sein könnte.

Das Ende konnte mich wiederum nicht überzeugen. Nicht auf Ebene des Plots, den fand ich durchaus gut, auch wenn er sehr vorhersehbar war. Aber auf der freundschaftlichen Ebene, fand ich es schlecht aufgelöst, weil so viel unausgesprochen und offen bleibt, dass es sich nicht gut anfühlte, das Buch zu beenden. Das Offene ist aber nichts, was sich wie eine offene Frage für den nächsten Band anfühlt und ich war nach Beenden des Buchs überrascht, dass es sich um einen Auftaktband handelt.

DunkelZone gefällt mir in seiner Grundidee, dem Setting und der Atmosphäre sehr gut, verliert mich aber aufgrund der fehlenden Tiefe der Figuren und ihren Beziehungen zueinander. Gestolpert bin ich auch über wechselnde Zeitformen, die nicht in mein Sprachgefühl gepasst haben. Daher konnte mich DunkelZone leider nicht ganz von sich überzeugen.