Es braucht viel mehr Bücher von dieser Sorte!
Die erste Seite in Woody Browns Roman „ Ein ganz normales Wunder“ ist wie eine kleine Aufnahmeprüfung für den Leser: Der Zusammenhang des ersten Satzes erschließt sich erst auf den Folgeseiten. Die Eingangsszene führt auch nicht geschmeidig ins Geschehen ein; man muss schon bereit sein, etwas mitzudenken.
Hat man diese kleine Prüfung nach der ersten Seite bestanden, eröffnet sich das Universum eines nichtsprechenden Autisten, der mit vielen Vorurteilen gegenüber den Menschen im Spektrum aufräumt: So erkennt er die Bedürfnisse seiner Mitpatienten eher als die Pflegekräfte und beweist damit seine Empathiefähigkeit. Auch die Annahme, dass manche Autisten nicht zu komplexen Gedanken fähig seien, hinterfragt er. Zurecht, wie man an seinem Werdegang sieht, denn immerhin hat er den Zugang zur Hochschule gemeistert und uns mit seinem Roman ein sehr wertvolles Buch in die Hände gelegt.
Die Leseprobe hat meine Erwartung um vieles übertroffen. Der Text verfällt weder in romanhafte Betriebsamkeit, noch in trockene Abhandlungen über Autismus. Er zeigt auf, dass es sich lohnt, die Kommunikationsfähigkeit auf beiden Seiten zu erweitern: auf Seiten der Betroffenen, aber auch auf Seiten der sogenannten Normalos. Denn die Sichtweise innerhalb der „Normalen“ entpuppt sich ebenfalls als eine Beschränkung, weil sie Möglichkeiten übersehen.
Wenn unsere Gesellschaft normative Grenzen abbaut und integrationsfähiger wird, kann die Abhängigkeit mancher sogenannten Pflegefälle im Idealfall entfallen. Und damit wäre allen geholfen.
Hat man diese kleine Prüfung nach der ersten Seite bestanden, eröffnet sich das Universum eines nichtsprechenden Autisten, der mit vielen Vorurteilen gegenüber den Menschen im Spektrum aufräumt: So erkennt er die Bedürfnisse seiner Mitpatienten eher als die Pflegekräfte und beweist damit seine Empathiefähigkeit. Auch die Annahme, dass manche Autisten nicht zu komplexen Gedanken fähig seien, hinterfragt er. Zurecht, wie man an seinem Werdegang sieht, denn immerhin hat er den Zugang zur Hochschule gemeistert und uns mit seinem Roman ein sehr wertvolles Buch in die Hände gelegt.
Die Leseprobe hat meine Erwartung um vieles übertroffen. Der Text verfällt weder in romanhafte Betriebsamkeit, noch in trockene Abhandlungen über Autismus. Er zeigt auf, dass es sich lohnt, die Kommunikationsfähigkeit auf beiden Seiten zu erweitern: auf Seiten der Betroffenen, aber auch auf Seiten der sogenannten Normalos. Denn die Sichtweise innerhalb der „Normalen“ entpuppt sich ebenfalls als eine Beschränkung, weil sie Möglichkeiten übersehen.
Wenn unsere Gesellschaft normative Grenzen abbaut und integrationsfähiger wird, kann die Abhängigkeit mancher sogenannten Pflegefälle im Idealfall entfallen. Und damit wäre allen geholfen.