Recht sperriger Start
Der Einstieg macht es der Leserschaft spürbar schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Ohne orientierende Einleitung springt der Text zwischen einer unübersichtlichen Szene in einer Tagesstätte, komplexen Erklärungen zu Echolalie, Autismus-Therapien und weitschweifigen Rückblenden zur Bildungsbiografie des Erzählers hin und her. Diese sprunghafte Struktur baut für mich eine narrative Barriere auf. Man muss sich den Kontext mühsam selbst erschließen, da der Text kaum erzählerische Führung bietet. Stilistisch spiegelt diese Zerrissenheit zwar die Reizüberflutung des nonverbalen Protagonisten authentisch wider, formal macht sie den Auftakt jedoch sperrig und unzugänglich.