Absolut empfehlenswert – neue Perspektiven auf eine ganz besondere Welt
Woody Brown, einem nicht sprechenden autistischen Absolventen der University of California, ist mit seinem Debütroman Ein ganz normales Wunder ein außergewöhnliches Werk gelungen. Auf eindrucksvolle und einfühlsame Weise gewährt er den Leser:innen einen besonderen Einblick in die Lebenswelt von Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und einen außergewöhnlichen Blick auf die Menschen, die sie begleiten.
Die Handlung wird in einzelnen Kapiteln aus der Perspektive verschiedener Charaktere erzählt. Was sie miteinander verbindet, ist ihre Zugehörigkeit zu Upward Bound, einer Tagesbetreuungsstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Klienten, sondern auch die Betreuer, der Heimleiter und die Angehörigen bzw. Bezugspersonen.
Brown versteht es, die verschiedenen Handlungsstränge miteinander zu verweben, sodass sie sich nach und nach wie die Teile eines Puzzles zusammenfügen. Jede Perspektive eröffnet einen neuen Blickwinkel und trägt dazu bei, das große Ganze zu verstehen.
Besonders berührend ist die Darstellung eines Klienten, der sich nicht verbal mitteilen kann. Einfühlsam wird vermittelt, wie es sich anfühlen kann, nicht über die üblichen sprachlichen Möglichkeiten zu verfügen, und wie wichtig es ist, genauer hinzusehen, zuzuhören und sich in andere Menschen hineinzuversetzen.
Ein Kapitel widmet sich beispielsweise einer Praktikantin, die zunächst völlig unbedarft ihre Tätigkeit als Betreuerin beginnt. Anfangs fühlt sie sich von der neuen Aufgabe beinahe überfordert, wächst jedoch zunehmend in ihre Rolle hinein. Dabei lernt sie, ihren Schützlingen mit Empathie zu begegnen und ihnen Lebensfreude zu vermitteln, während sie selbst mindestens ebenso viel von ihnen lernt.
Eine zentrale Figur ist Walter, dessen Leben in einigen Punkten an das des Autors erinnert. Obwohl er nicht sprechen kann, hält er einen Abschluss in den Händen und kommuniziert mithilfe einer Lesetafel mit seiner Mutter. Sie ermutigt ihn und unterstützt ihn in jeder Hinsicht. Seine Geschichte macht auf eindrucksvolle Weise deutlich, wie viel mehr in einem Menschen stecken kann, als seine äußeren Ausdrucksmöglichkeiten vermuten lassen.
Besonders ans Herz gewachsen ist mir Carlos. Er blickt auf eine schwierige Kindheit und einen Gefängnisaufenthalt zurück. Durch seine Schwester, die in der Verwaltung von Upward Bound arbeitet, bekommt er dort eine Chance. Bei Upward Bound blüht Carlos regelrecht auf und wird zu einem Fels in der Brandung für die Schützlinge.
Vielleicht wirken die Figuren und ihre Geschichten auch deshalb so authentisch und lebensnah, weil Woody Brown selbst Autist ist und aus einer Perspektive schreibt, die in der Literatur noch immer viel zu selten zu finden ist.
Ein ganz normales Wunder ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Es berührt, regt zum Nachdenken an und fordert dazu auf, Menschen nicht vorschnell anhand ihrer äußeren Möglichkeiten oder Einschränkungen zu beurteilen. Wer sich auf diese besondere Geschichte einlässt, wird mit einer berührenden Lektüre belohnt, die noch lange nach dem Lesen nachhallt.
Die Handlung wird in einzelnen Kapiteln aus der Perspektive verschiedener Charaktere erzählt. Was sie miteinander verbindet, ist ihre Zugehörigkeit zu Upward Bound, einer Tagesbetreuungsstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Klienten, sondern auch die Betreuer, der Heimleiter und die Angehörigen bzw. Bezugspersonen.
Brown versteht es, die verschiedenen Handlungsstränge miteinander zu verweben, sodass sie sich nach und nach wie die Teile eines Puzzles zusammenfügen. Jede Perspektive eröffnet einen neuen Blickwinkel und trägt dazu bei, das große Ganze zu verstehen.
Besonders berührend ist die Darstellung eines Klienten, der sich nicht verbal mitteilen kann. Einfühlsam wird vermittelt, wie es sich anfühlen kann, nicht über die üblichen sprachlichen Möglichkeiten zu verfügen, und wie wichtig es ist, genauer hinzusehen, zuzuhören und sich in andere Menschen hineinzuversetzen.
Ein Kapitel widmet sich beispielsweise einer Praktikantin, die zunächst völlig unbedarft ihre Tätigkeit als Betreuerin beginnt. Anfangs fühlt sie sich von der neuen Aufgabe beinahe überfordert, wächst jedoch zunehmend in ihre Rolle hinein. Dabei lernt sie, ihren Schützlingen mit Empathie zu begegnen und ihnen Lebensfreude zu vermitteln, während sie selbst mindestens ebenso viel von ihnen lernt.
Eine zentrale Figur ist Walter, dessen Leben in einigen Punkten an das des Autors erinnert. Obwohl er nicht sprechen kann, hält er einen Abschluss in den Händen und kommuniziert mithilfe einer Lesetafel mit seiner Mutter. Sie ermutigt ihn und unterstützt ihn in jeder Hinsicht. Seine Geschichte macht auf eindrucksvolle Weise deutlich, wie viel mehr in einem Menschen stecken kann, als seine äußeren Ausdrucksmöglichkeiten vermuten lassen.
Besonders ans Herz gewachsen ist mir Carlos. Er blickt auf eine schwierige Kindheit und einen Gefängnisaufenthalt zurück. Durch seine Schwester, die in der Verwaltung von Upward Bound arbeitet, bekommt er dort eine Chance. Bei Upward Bound blüht Carlos regelrecht auf und wird zu einem Fels in der Brandung für die Schützlinge.
Vielleicht wirken die Figuren und ihre Geschichten auch deshalb so authentisch und lebensnah, weil Woody Brown selbst Autist ist und aus einer Perspektive schreibt, die in der Literatur noch immer viel zu selten zu finden ist.
Ein ganz normales Wunder ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Es berührt, regt zum Nachdenken an und fordert dazu auf, Menschen nicht vorschnell anhand ihrer äußeren Möglichkeiten oder Einschränkungen zu beurteilen. Wer sich auf diese besondere Geschichte einlässt, wird mit einer berührenden Lektüre belohnt, die noch lange nach dem Lesen nachhallt.