Aus der Innenwelt des Autismus
Mit „Ein ganz normales Wunder“ gibt Woody Brown, laut Klappentext selbst nicht-sprechender Autist, uns einen Blick in die Innenwelt jener, die sich selbst nicht so äußern können, wie sie es vermutlich gerne würden.
Brown erzählt aus verschiedenen Perspektiven von Menschen in einer Tagesstätte für Autisten, von ihren Gedanken und Wünschen. Aber nicht nur die Klienten, auch die Betreuer kommen zu Wort, so dass jedes Kapitel wie ein neuer Anfang wirkt. Zusammengehalten wird das Ganze durch eine Rahmenhandlung, in der der Autist Walter von seinem Leben Zuhause und in der Tagesstätte (mit Blick auf die anderen) erzählt.
Das Cover wirkt auf den ersten Blick wie ein Sommerbuch, Beine im Pool, und auch wenn die Geschichte nur teilweise im Sommer handelt, wird man am Ende das Cover mit viel mehr Tiefe betrachten. Die Geschichte ist sprachlich wirklich ausgeklügelt, Ton und Schreibstil wechseln je Erzähler und vermitteln ein sehr gutes Gefühl für die jeweilige Person. Die Wesenszüge und Charaktere erschließen sich einem sofort beim Lesen. Inhaltlich hat mich das Buch berührt, weil man als Nicht-behinderter Mensch oft nicht versteht, wie Autisten ticken und die Welt betrachten. Allerdings muss ich sagen, dass mir das Ende - egal wie realistisch oder erfunden es sein mag - einfach nicht gefallen hat. Als ob sich die Geschichte einfach gedreht und urplötzlich einen anderen Weg eingeschlagen hat.
Fazit: für alle geeignet, die mehr über Autismus (außerhalb der Fachliteratur) erfahren wollen und jene, die einfach gerne ein sprachlich sehr überzeugendes Buch lesen möchten.
Ps.: es erinnert mich ein wenig an „Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone“ von Mark Haddon
Brown erzählt aus verschiedenen Perspektiven von Menschen in einer Tagesstätte für Autisten, von ihren Gedanken und Wünschen. Aber nicht nur die Klienten, auch die Betreuer kommen zu Wort, so dass jedes Kapitel wie ein neuer Anfang wirkt. Zusammengehalten wird das Ganze durch eine Rahmenhandlung, in der der Autist Walter von seinem Leben Zuhause und in der Tagesstätte (mit Blick auf die anderen) erzählt.
Das Cover wirkt auf den ersten Blick wie ein Sommerbuch, Beine im Pool, und auch wenn die Geschichte nur teilweise im Sommer handelt, wird man am Ende das Cover mit viel mehr Tiefe betrachten. Die Geschichte ist sprachlich wirklich ausgeklügelt, Ton und Schreibstil wechseln je Erzähler und vermitteln ein sehr gutes Gefühl für die jeweilige Person. Die Wesenszüge und Charaktere erschließen sich einem sofort beim Lesen. Inhaltlich hat mich das Buch berührt, weil man als Nicht-behinderter Mensch oft nicht versteht, wie Autisten ticken und die Welt betrachten. Allerdings muss ich sagen, dass mir das Ende - egal wie realistisch oder erfunden es sein mag - einfach nicht gefallen hat. Als ob sich die Geschichte einfach gedreht und urplötzlich einen anderen Weg eingeschlagen hat.
Fazit: für alle geeignet, die mehr über Autismus (außerhalb der Fachliteratur) erfahren wollen und jene, die einfach gerne ein sprachlich sehr überzeugendes Buch lesen möchten.
Ps.: es erinnert mich ein wenig an „Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone“ von Mark Haddon