Denkanstöße
Was für ein netter Roman! In einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung treffen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander: der einsame Chef Dave, der gelassene Pfleger Carlos, Tom, der sich nach Liebe sehnt, und Walter, der studiert hat und nun doch hier gelandet ist. Aus ihren unterschiedlichen Perspektiven erzählt Woody Brown eine Geschichte über die Verbindungen zwischen Menschen. Beim Lesen musste ich ein bisschen an „Pina fällt aus“ denken. Besonders gut gefallen hat mir, dass wir die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen und dadurch ganz verschiedene Schicksale und Lebensrealitäten miteinander vergleichen können.
Gerade durch die verschiedenen Sichtweisen entwickelt man nach und nach Verständnis für eigentlich alle Figuren. Tom, der sich nicht über Sprache ausdrücken kann und sich nach einer Liebe sehnt, hat dabei besonders mein Herz gewonnen. Ich habe ihm beim Lesen so sehr die Daumen gedrückt, dass es ihm gelingt, sich verständlich zu machen. Der Roman erinnert sehr eindrücklich daran, dass wir Menschen viel zu schnell abstempeln und dabei ihre Fähigkeiten unterschätzen. Auch Dave ist beispielsweise kein besonders guter Chef und trotzdem schafft es Brown, hinter dieser Figur den einsamen Menschen sichtbar zu machen. Das fand ich sehr gelungen. Schön fand ich außerdem, wie die verschiedenen Perspektiven immer wieder miteinander verbunden werden und Walter dabei eine besondere Rolle einnimmt. Dadurch entsteht nach und nach ein größeres Bild von den Figuren und ihren Beziehungen zueinander.
Das Ende hat mich dann ziemlich beschäftigt. Es wird noch einmal sehr tragisch, gleichzeitig gibt es für Walter auch einen versöhnlichen Aspekt. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings gewünscht, dass bestimmte Entwicklungen und ihre emotionalen Folgen etwas ausführlicher behandelt werden. Gerade dadurch, dass man die Figuren im Laufe des Romans gut kennenlernt, hätte ich mir hier teilweise etwas mehr Raum für ihre Gefühle und die Konsequenzen der Ereignisse gewünscht.
Insgesamt ein gut beobachteter Roman über ganz unterschiedliche Menschen, ihre Verletzlichkeit und die unsichtbaren Verbindungen zwischen ihnen. Vor allem die verschiedenen Perspektiven und die Botschaft, Menschen nicht vorschnell auf ihre vermeintlichen Einschränkungen zu reduzieren, nehme ich aus der Lektüre mit.
Gerade durch die verschiedenen Sichtweisen entwickelt man nach und nach Verständnis für eigentlich alle Figuren. Tom, der sich nicht über Sprache ausdrücken kann und sich nach einer Liebe sehnt, hat dabei besonders mein Herz gewonnen. Ich habe ihm beim Lesen so sehr die Daumen gedrückt, dass es ihm gelingt, sich verständlich zu machen. Der Roman erinnert sehr eindrücklich daran, dass wir Menschen viel zu schnell abstempeln und dabei ihre Fähigkeiten unterschätzen. Auch Dave ist beispielsweise kein besonders guter Chef und trotzdem schafft es Brown, hinter dieser Figur den einsamen Menschen sichtbar zu machen. Das fand ich sehr gelungen. Schön fand ich außerdem, wie die verschiedenen Perspektiven immer wieder miteinander verbunden werden und Walter dabei eine besondere Rolle einnimmt. Dadurch entsteht nach und nach ein größeres Bild von den Figuren und ihren Beziehungen zueinander.
Das Ende hat mich dann ziemlich beschäftigt. Es wird noch einmal sehr tragisch, gleichzeitig gibt es für Walter auch einen versöhnlichen Aspekt. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings gewünscht, dass bestimmte Entwicklungen und ihre emotionalen Folgen etwas ausführlicher behandelt werden. Gerade dadurch, dass man die Figuren im Laufe des Romans gut kennenlernt, hätte ich mir hier teilweise etwas mehr Raum für ihre Gefühle und die Konsequenzen der Ereignisse gewünscht.
Insgesamt ein gut beobachteter Roman über ganz unterschiedliche Menschen, ihre Verletzlichkeit und die unsichtbaren Verbindungen zwischen ihnen. Vor allem die verschiedenen Perspektiven und die Botschaft, Menschen nicht vorschnell auf ihre vermeintlichen Einschränkungen zu reduzieren, nehme ich aus der Lektüre mit.