Ein authentischer Blick ins tägliche Leben

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lisaliestviel Avatar

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Ehrlich gesagt bin ich ohne große Erwartungen in die Lektüre von „Ein ganz normales Wunder“ gestartet. Das Autor Woody Brown als nicht sprechender Autist, eine einzigartige Einsicht bietet war mir bewusst, dennoch wurde ich davon überrascht wie großartig dieser Roman wirklich ist! Stilistisch sollte man Kurzgeschichten mögen, denn jedes einzelne Kapitel erzählt aus einer neuen Perspektive und könnte theoretisch auch nur für sich gelesen werden. Dennoch gibt es einen klaren roten Faden und letztlich ergibt sich finde ich ein Kaleidoskophafter Rundumblick auf die Tagespflege Upward Bound Einzigartig emphatisch sind dabei sowohl die behinderten bzw. neurodiversen Perspektiven, als auch die der Neurotypischen, etwa des Betreuungspersonals, dargestellt. Der Erzählstil von Woody Brown ist eher sachlich, aber dennoch feinsinnig und auch sprachlich eher gehoben. In vielen alltäglichen Momenten versteckt sich eine große Tragik und das nicht verstanden werden zieht sich leider durchs Buch. Die geschilderten Erlebnisse sind dabei oft intensiv und immer wieder auch schreiend ungerecht. Und auch wenn einen die Umstände in der Tagespflege deprimieren können, ist es denke ich für uns alle wichtig hinzuschauen. Und genau für seine authentische Perspektive bin ich Autor Woody Brown sehr dankbar. Ich hoffe sein Werk erreicht ganz viele Menschen und hilft uns allen im Alltag emphatischer auf behinderte Menschen zu zugehen! Natürlich vergebe ich für das eindrucksvolle Gesamtkunstwerk volle 5 Sterne und eine große Leseempfehlung.