Eine Geschichte, die mit jedem Kapitel berührender wird.

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lovely90 Avatar

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Dieser besondere Roman von Woody Brown hat mich mit jedem Kapitel mehr eingenommen. Es wird das Leben mit den üblicherweise geregelten Tagesstrukturen verschiedener Menschen mit einer Behinderung (u.a. infantile Zerebralparese, Autismus) in einer Tagesstätte geschildert. Hierbei wechselt in jedem Kapitel die Perspektive, aus der erzählt wird. Mal erfahren wir von den Gedanken und Ansichten eines nicht-sprechenden Menschen, mal von den Hintergründen eines Mitarbeiters der Tagesstätte. An diese Erzählweise musste ich mich in den ersten Kapiteln noch gewöhnen. Doch mit jeder weiteren Perspektive – teils mit Zeitsprüngen vor oder zurück – fügte sich die Geschichte immer mehr zusammen. Es gibt wunderbar warmherzige Charaktere, aber auch weniger sympathische, welche dennoch erahnen lassen, wie sie denken und warum sie so handeln, wie sie es tun. Zwischendurch war ich traurig, wenn ein Abschnitt zu Ende ging; es gab einzelne Erzählstränge, von denen ich so gerne noch ein ganzes Buch gelesen hätte. Wie authentisch die Denk- und Handlungsmuster der nicht-sprechenden Protagonisten in der Geschichte wiedergegeben werden, kann ich nicht beurteilen. Der Autor schafft es in jedem Fall, dies so zu erzählen, dass es sich ‚echt‘ anfühlt.
Insgesamt habe ich diesen besonderen Roman sehr gerne gelesen und freue mich auf weitere Bücher des Autors (vielleicht wird es ja einen Spin-off zu Tom geben?).