Eine Geschichte über eine unbekannte Welt
Walter, Tom, Emma. Sie alle sind Schützlinge von Upward Bound, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Tagsüber verbringen sie dort ihre Zeit, wenn ihre Angehörigen arbeiten müssen. Gefangen in den eigenen Körpern, sind sie oftmals nicht in der Lage zu äußern, was sie wirklich brauchen. Die Tage sind lang, langweilig und oft auch einsam. Die Pfleger unerfahren und ohne großes Budget. Dabei zeigen einige aber mehr Herz, als man zunächst erwartet und versuchen die Tage für ihre Schützlinge so schön wie möglich zu machen. Und so entstehen besondere Beziehungen und Freundschaften. Besondere Erlebnisse und Geschichten, die nicht mehr loslassen.
Dieses Buch wurde von einem nicht-sprechenden Autisten geschrieben und so bin ich mit der Erwartungshaltung an dieses Buch gegangen, dass die Erzählungen authentisch sind und genau das schildern, mit dem Menschen mit Behinderung tagtäglich konfrontiert sind. Der Einstieg ist auch wirklich gut gelungen. Aus wechselnden Perspektiven schildert der Autor das Leben der verschiedenen Schützlinge von Upward Bound. Nicht nur die Schützlinge, auch die Pfleger kommen in dem ein oder anderen Kapitel zu Wort. Und so entsteht ein Bild, welches von zwei Seiten beleuchtet wird, was die ganze Sache noch emotionaler macht.
Und das ist wohl der größte Pluspunkt, den dieses Buch hat. Es hat mich emotional stellenweise extrem mitgenommen und unheimlich berührt. Es tat weh zu lesen, mit welchen Herausforderungen und mit wie wenig Verständnis diese Menschen konfrontiert werden. Wie sie regelmäßig als Menschen zweiter Klasse behandelt und aufs Abstellgleis gestellt werden. Es gab so einige Momente, die mich schockiert haben und auch wenn ich natürlich nicht weiß, wie es mir selbst gehen würde, wenn ich ein Kind mit Behinderung hätte, so haben auch einige Eltern in diesem Buch wirklich sprachlos gemacht.
Ganz klar wird hier auch die fehlende Förderung und vor allem das fehlende Fachwissen, welches so viel am Leben von Menschen mit Behinderung ändern könnte. Es wird so deutlich, wie viel autistische Menschen eigentlich können, wie viel sie fühlen und wie sehr gefangen sie doch in ihrem Körper sind. Dadurch, dass ich bisher keine Berührungspunkte damit hatte, war das für mich extrem spannend zu lesen.
Der Autor hat einen ganze speziellen Schreibstil, den man entweder mag oder auch nicht. Viele Erzählungen verlaufen in gewisser Weise im Sand oder bleiben etwas offen. Im Prinzip ist es auch mehr eine Folge von Kurzgeschichten, als dass die Kapitel unmittelbar zusammenhängen, auch wenn sie in gewisser Form eine Verbindung miteinander haben.
Auch die Protagonisten sind authentisch und facettenreich geschildert. Es war spannend und emotional sie auf ihrem Weg zu begleiten. Zu erfahren, wie sie und ihre Familien - zumindest in den meisten Fällen - das beste aus der Situation machen und dabei sogar sehr viel erreichen können, war extrem beeindruckend.
Gegen Ende hat mich das Buch etwas verloren, da ich gerade das letzte Kapitel sehr lang und auch langatmig fand. Das hätte für mich einfach etwas kürzer erzählt werden können. So hat das Buch von Beginn bis zum Ende für mich immer mehr nachgelassen, sodass ich zwar beeindruckt von der Erzählung bin, aber auch etwas zwiegespalten zurückbleibe und am Ende auf 3,5 Sterne komme.
Dieses Buch wurde von einem nicht-sprechenden Autisten geschrieben und so bin ich mit der Erwartungshaltung an dieses Buch gegangen, dass die Erzählungen authentisch sind und genau das schildern, mit dem Menschen mit Behinderung tagtäglich konfrontiert sind. Der Einstieg ist auch wirklich gut gelungen. Aus wechselnden Perspektiven schildert der Autor das Leben der verschiedenen Schützlinge von Upward Bound. Nicht nur die Schützlinge, auch die Pfleger kommen in dem ein oder anderen Kapitel zu Wort. Und so entsteht ein Bild, welches von zwei Seiten beleuchtet wird, was die ganze Sache noch emotionaler macht.
Und das ist wohl der größte Pluspunkt, den dieses Buch hat. Es hat mich emotional stellenweise extrem mitgenommen und unheimlich berührt. Es tat weh zu lesen, mit welchen Herausforderungen und mit wie wenig Verständnis diese Menschen konfrontiert werden. Wie sie regelmäßig als Menschen zweiter Klasse behandelt und aufs Abstellgleis gestellt werden. Es gab so einige Momente, die mich schockiert haben und auch wenn ich natürlich nicht weiß, wie es mir selbst gehen würde, wenn ich ein Kind mit Behinderung hätte, so haben auch einige Eltern in diesem Buch wirklich sprachlos gemacht.
Ganz klar wird hier auch die fehlende Förderung und vor allem das fehlende Fachwissen, welches so viel am Leben von Menschen mit Behinderung ändern könnte. Es wird so deutlich, wie viel autistische Menschen eigentlich können, wie viel sie fühlen und wie sehr gefangen sie doch in ihrem Körper sind. Dadurch, dass ich bisher keine Berührungspunkte damit hatte, war das für mich extrem spannend zu lesen.
Der Autor hat einen ganze speziellen Schreibstil, den man entweder mag oder auch nicht. Viele Erzählungen verlaufen in gewisser Weise im Sand oder bleiben etwas offen. Im Prinzip ist es auch mehr eine Folge von Kurzgeschichten, als dass die Kapitel unmittelbar zusammenhängen, auch wenn sie in gewisser Form eine Verbindung miteinander haben.
Auch die Protagonisten sind authentisch und facettenreich geschildert. Es war spannend und emotional sie auf ihrem Weg zu begleiten. Zu erfahren, wie sie und ihre Familien - zumindest in den meisten Fällen - das beste aus der Situation machen und dabei sogar sehr viel erreichen können, war extrem beeindruckend.
Gegen Ende hat mich das Buch etwas verloren, da ich gerade das letzte Kapitel sehr lang und auch langatmig fand. Das hätte für mich einfach etwas kürzer erzählt werden können. So hat das Buch von Beginn bis zum Ende für mich immer mehr nachgelassen, sodass ich zwar beeindruckt von der Erzählung bin, aber auch etwas zwiegespalten zurückbleibe und am Ende auf 3,5 Sterne komme.