Einfühlsame, neue Perspektiven

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cressida Avatar

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Das Cover fand ich persönlich eher unspektakulär und hätte das Buch deshalb fast nicht zur Hand genommen, weshalb ich umso froher bin, dass ich es doch aufgeschlagen habe.

Der Autor Woody Brown ist selbst non-verbaler Autist und hat dieses Buch, soweit ich das richtig verstanden habe, mit Hilfe einer Buchstabiertafel und seiner Mutter als Federführerin geschrieben.

Dreh- und Angelpunkt ist die Tagespflege "Upward Bound" für Menschen mit verschiedensten Behinderungen.
Einfühlsam wird aus der Sicht der Teilnehmern, einiger Mitarbeiter und Außenstehenden der Alltag beschrieben. Alles geht hier seinen Gang, die Woche folgt einer bestimmten Routine, die teilweise zu einer gähnenden Langweile, dann aber auch wieder zu kreativen Ausbrüchen aus dem Alltagstrott führt.
Der Wechsel zwischen den verschiedenen Perspektiven der Figuren und die Verbindungen zwischen ihnen ist wirklich wunderbar gelungen! Der Humor war für mich ein stiller, feinfühliger und gleichzeitig hatte ich das Gefühl mit allen bei Upward Bound mitfühlen zu können.
Es ist ein langsames, feinfühliges Buch, das einen zu neuen Perspektiven einlädt.