Einzigartiger Einblick in das, was (un)normal erscheint

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leaost Avatar

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Das Debut "Ein ganz normales Wunder" hat mich aus mehreren Gründen angesprochen: ein aufmerksamkeiterregender Titel, ein sanftmütig wirkendes Cover und eine Thematik, die mich tief berührt. In Woody Browns Roman hat der Leser die einzigartige Gelegenheit, einen Einblick in die Sicht von Menschen mit geistigen und/oder körperlichen Behinderungen zu erhalten, deren Normalität sich so anders gestaltet als die, von der Nicht-Behinderte reden. Doch was heißt es, wenn die Abhängigkeit von anderen den eigenen Lebensinhalt, Tagesablauf und die Lebensgestaltung maßlos prägt und regiert? Wie ist es, wenn man darauf angewiesen ist, dass man verstanden wird, dass man beachtet und gesehen wird, und so häufig erfahren muss, dass dies nicht der Fall ist?
Die Art und Weise, wie Brown durch verschiedenste Blickwinkel, die die einzelnen Kapitel seines Romans repräsentieren, es vollbringt, dass man als Nicht-Behinderte Leserin einen so tiefgreifenden und authentischen Eindruck in diese Art der Normalität ermöglicht, hat mich tief berührt. Es ist ein Roman, den ich jedem empfehlen würde - sowohl denjenigen, die bereits für das Thema sensibilisiert sind als auch allen, die noch nicht mit Themen wie Behinderung, Autismus, Teilhabemöglichkeiten in Berührung gekommen sind.
Das ist ein Buch, das bleibt! Es hat mich extrem berührt, mitfühlen lassen und meine Denkweise stark in Bewegung gebracht!