Gedanken und Wünsche
Gedanken und Wünsche
Deutschland liest ein Buch. Durch den Kiwi Verlag ins Leben gerufen, ist es nun das zweite Buch der Reihe. Und natürlich wollte ich das auch gern lesen. Denn manchmal braucht es ein Buch, um zu erkennen, wie schnell wir andere Menschen unterschätzen. Es erzählt von den Menschen einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung und zeigt, wie viel in ihnen steckt.
Wir lesen das Buch aus vielen verschiedenen Sichtpunkten und verfolgen doch eine rote Linie der Geschichte. Manche Situationen werden uns dadurch klarer und es ist spannend zu lesen, wie diese so unterschiedlich wahrgenommen werden.
Im Mittelpunkt steht Walter, ein nicht sprechender Autist, der sich nichts sehnlicher wünscht, als verstanden zu werden. In elf Episoden lernen wir neben ihm weitere Bewohner und Mitarbeitende kennen. Dabei wird deutlich, wie schwierig Kommunikation sein kann und wie schnell Menschen auf ihre Einschränkungen reduziert werden. Es ist vor allem traurig zu erkennen, wie sehr einzelne Menschen und deren Bedürfnisse untergehen können. Obwohl sie es so sehr versuchen, Aufmerksamkeit zu bekommen.
Mir hat besonders gefallen, dass die Geschichte unterschiedliche Perspektiven einnimmt. Dadurch bekommt man einen Einblick in den Alltag der Tagesstätte und erkennt, wie komplex die Situation für alle Beteiligten ist. Auch die Mitarbeitenden stehen unter Druck und versuchen, mit begrenzten Möglichkeiten das Beste aus ihrem Tag zu machen.
Der Schreibstil ist ruhig, einfühlsam und stellenweise sehr berührend. Nicht jede Figur wird gleich ausführlich beleuchtet, doch gerade die einzelnen Episoden ergeben zusammen ein komplexes Gesamtbild. Gegen Ende hat mich zudem eine Wendung emotional besonders getroffen.
Es soll uns alle daran erinnern, dass eine andere Kommunikation nicht bedeutet, nichts zu verstehen. Für mich ist dieses Buch ein guter Grund, mal genauer hinzusehen und auch eigene Vorurteile zu hinterfragen.
ISBN: 978-3462016482
Autor: Woody Brown
Verlag: KiWi
ET: 03.09.26
Umfang: 224 Seiten
Deutschland liest ein Buch. Durch den Kiwi Verlag ins Leben gerufen, ist es nun das zweite Buch der Reihe. Und natürlich wollte ich das auch gern lesen. Denn manchmal braucht es ein Buch, um zu erkennen, wie schnell wir andere Menschen unterschätzen. Es erzählt von den Menschen einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung und zeigt, wie viel in ihnen steckt.
Wir lesen das Buch aus vielen verschiedenen Sichtpunkten und verfolgen doch eine rote Linie der Geschichte. Manche Situationen werden uns dadurch klarer und es ist spannend zu lesen, wie diese so unterschiedlich wahrgenommen werden.
Im Mittelpunkt steht Walter, ein nicht sprechender Autist, der sich nichts sehnlicher wünscht, als verstanden zu werden. In elf Episoden lernen wir neben ihm weitere Bewohner und Mitarbeitende kennen. Dabei wird deutlich, wie schwierig Kommunikation sein kann und wie schnell Menschen auf ihre Einschränkungen reduziert werden. Es ist vor allem traurig zu erkennen, wie sehr einzelne Menschen und deren Bedürfnisse untergehen können. Obwohl sie es so sehr versuchen, Aufmerksamkeit zu bekommen.
Mir hat besonders gefallen, dass die Geschichte unterschiedliche Perspektiven einnimmt. Dadurch bekommt man einen Einblick in den Alltag der Tagesstätte und erkennt, wie komplex die Situation für alle Beteiligten ist. Auch die Mitarbeitenden stehen unter Druck und versuchen, mit begrenzten Möglichkeiten das Beste aus ihrem Tag zu machen.
Der Schreibstil ist ruhig, einfühlsam und stellenweise sehr berührend. Nicht jede Figur wird gleich ausführlich beleuchtet, doch gerade die einzelnen Episoden ergeben zusammen ein komplexes Gesamtbild. Gegen Ende hat mich zudem eine Wendung emotional besonders getroffen.
Es soll uns alle daran erinnern, dass eine andere Kommunikation nicht bedeutet, nichts zu verstehen. Für mich ist dieses Buch ein guter Grund, mal genauer hinzusehen und auch eigene Vorurteile zu hinterfragen.
ISBN: 978-3462016482
Autor: Woody Brown
Verlag: KiWi
ET: 03.09.26
Umfang: 224 Seiten