Leseempfehlung!

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leavyaxx Avatar

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Woody Brown hat mit diesem Buch einen Meilenstein für autistische/behinderte Menschen gelegt. Der Autor selbst kann nicht sprechen, "nur" über eine Tafel kommunizieren und hat es durch dieses Hilfsmittel geschafft, ein wundervolles Buch zu schreiben. Die Geschichte spielt sich größtenteils in der Tagesstätte "Upward Bound" ab. Dort werden tagsüber erwachsene, behinderte Menschen "verwahrt". Die einzelnen Kapitel geben einen Einblick auf die unterschiedlichen Perspektiven der dort ausharrenden und arbeitenden Menschen. Dort hält sich beispielsweise Walter auf, der nicht kontrolliert sprechen, sondern nur Zitate aus Filmen und Videos wiedergeben kann. Dennoch hat er es ebenfalls mithilfe einer Tafel und durch das Tippen geschafft, einen exzellenten Abschluss an der Universität zu erhalten. Nun muss er in der Einrichtung sein Dasein fristen, weil es zu wenig Unterstützung für behinderte Menschen und deren Familien gibt, obwohl sie durch die Richtgen Anpassungen an einem Alltag teilhaben könnten. Es ist erschreckend zu sehen, wie wenig jenen zugetraut wird und versucht wird, sie zu fördern. Wenige Menschen schauen genau hin und erkennen, dass ein aufgeweckter Geist in ihnen steckt, auch wenn diese das nicht durch Gestik, Mimik und Sprache ausdrücken können.
Das Buch macht nachdenklich und ließ mich teilweise bedrückt zurück. Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen das Buch lesen und dadurch eine andere Perspektive einnehmen, vielleicht sogar an Menschen in ihrem Umfeld denken und genauer hinsehen. Denn es braucht auch das Engagement nicht-behinderter Menschen. Eine klare Leseempfehlung.