Perspektivwechsel

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aurelia23 Avatar

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„Ein ganz normales Wunder“ von Woody Brown wird als Sensationsroman der Saison angepriesen da der Autor als erster nicht-sprechender autistischer Absolvent der UCLA akademische Geschichte schrieb.

Das Buch ist jedoch keine klassische Autobiographie sondern handelt in lose aneinandergereihten Episoden vom Alltag behinderter Menschen in der Betreuungseinrichtung mit dem euphemistischen Namen "Upward Bound".

Erzähler ist der autistische Walter der nicht sprechen kann und sich nur durch eine einfache Sprachtafel ausdrücken kann, die Perspektive wechselt jedoch immer wieder und der Leser lernt die unterschiedlichen Bewohner mehr oder weniger kennen. Eine engere Bindung zu den CHarakteren konnte ich so aber leider kaum aufbauen.

Damit ist alles durchaus interessant und öffnet einem immer die Augen, ob es das Buch jedoch zu der oft erwähnten Sensation macht, weiß ich nicht.
Die Umstände der Entstehung sind sensationell aber das Werk an sich nun weniger.